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Aktivregion Steinburg : Erfolgsbilanz und gute Aussichten

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2014 | 06:00 Uhr

Kreis Steinburg | Eine imposante Bilanz legt die AktivRegion Steinburg e.V. für den  EU-Förderzeitraum 2007 bis 2014 vor. Insgesamt 61 Projekte mit einem Investitionsvolumen von 15,6 Millionen Euro  bei 5,2 Millionen Euro Förderung aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes konnten im Kreis Steinburg realisiert werden. 85 Arbeitsplätze wurden geschaffen oder gesichert.

Städte, Gemeinden und Ämter, aber auch Vereine und Firmen hatten ganz unterschiedliche Projektideen zur Stärkung der ländlichen Räume entwickelt und konnten bei Anerkennung der Förderfähigkeit mit Zuschüssen aus EU-Mitteln bis etwa 50 Prozent rechnen. Höchst zufrieden mit dem Erreichten äußerten sich der Vorsitzende der AktivRegion Steinburg Dr. Reinhold Wenzlaff, sein Stellvertreter Manfred Schmiade sowie Christian Holst und Olaf Prüß, die beiden hauptamtlichen Mitarbeiter der Geschäftsstelle, die gemeinschaftlich von der egeb: Wirtschaftsförderung und vom Büro RegionNord betrieben wird. Ehrenamtlicher Vorstand und hauptamtliches Management bereiten sich jetzt intensiv auf den anschließenden EU-Förderzeitraum 2015 bis 2020 vor.

„Mit großem Erfolg können wir den Bericht für 2007 bis 2014 abschließen und sagen, dass wir unsere Mittel gut ausschöpfen konnten“, resümierte Dr. Wenzlaff. Fast  alle Projekte seien inzwischen erfolgreich abgewickelt, dies auch dank der guten Zusammenarbeit mit der Geschäftsstelle. Den vergangenen Förderzeitraum hat die AktivRegion in einer ausführlichen Broschüre dokumentiert.

1,5 Millionen Euro Grundbudget standen der AktivRegion Steinburg in der gesamten Förderperiode zur Verfügung. Damit wurden vom Vorstand 43 Projekte in den Handlungsfeldern Regionalmarkteting, Familienfreundlichkeit, Kultur und Naherholung sowie Wirtschaft und Energie beschlossen. Unter anderem konnten auch sechs Leuchtturmprojekte realisiert werden,  gefördert mit rund 1,8 Millionen Euro und vergeben vom Landesbeirat der AktivRegionen. Förderkriterien waren hierbei vor allem  die Stärkung der regionalen Wirtschaft, Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen sowie Klimaschutz und Schutz der natürlichen Ressourcen.

 „Wir waren landesweit Spitzenreiter bei der Einwerbung von Leuchtturmprojekten“, nannte der Vorsitzende Beispiele, wie die Erhaltung von Reet-Dächern auf landwirtschaftlichen Gebäuden oder die Förderung der Infrastruktur in Wacken, um den Eventstandort des Wacken Open Air für den jährlichen Besucheransturm zu ertüchtigen. Olaf Prüß wies auf ein landesweit vorbildliches touristisches Projekt hin, das sich auf über hundert Flusskilometer erstreckt: das Projekt „Störtörn“, die Optimierung der touristischen Infrastruktur entlang der Stör und ihrer Nebenflüsse für Wanderer, Radfahrer und Kanuwanderer.

Zwei weithin beachtete Initiativen nannte Christian Holst: die Unterstützung beim Innenausbau der vom Verfall bedrohten historischen Bismarcksäule sowie die Förderung der Konzeptstudie Störschleife.  Holst: „Hinter allem steht die Steigerung der Lebensqualität im ländlichen Raum.“ Sei es bisher schwierig gewesen, Mittel für  private Initiativen zu bewilligen, solle sich dies im  Förderzeitraum 2015 bis 2020 ändern. „Wir können mehr private Projekte fördern.“ In Einzelfällen könnten künftig bei öffentlichen Anträgen bis zu 80 Prozent der Investitionssumme bezuschusst werden.  Dr. Wenzlaff kündigte eine weitere Neuerung an: „Wir sollen ein doppelt so hohes Grundbudget bekommen, 500000 Euro pro Jahr.“

Zu den künftigen Schwerpunktthemen Energie & Klimawandel, Innovation & Wachstum, Daseinsvorsorge und Bildung fänden  gegenwärtig  erste Fachgespräche mit kommunalen Vertretern sowie Wirtschafts- und Sozialpartnern statt. Im Rahmen eines öffentlichen Workshops sollen am 16. April, 16 bis 19 Uhr  im Itzehoer Hotel Mercure die Ergebnisse aus diesen Gesprächen  weiter entwickelt werden. Anmeldung unter 04821-600838. Manfred Schmiade hob  hervor:  „Wir wollen mit den EU-Förderungen hohe Investitionen auslösen.“

Dr. Wenzlaff freut sich auf einen fruchtbaren Workshop: „Wir hoffen, dass wir uns mit vielen guten Ideen aus der Region wieder erfolgreich für die nächste Förderperiode bewerben werden.“

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