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AktivRegion Südliches Nordfriesland : Die Zukunft gemeinsam gestalten – Netzwerken ist keine Frage des Alters

vom
Aus der Redaktion der Husumer Nachrichten

Die AktivRegion Südliches Nordfriesland ist Partner für die Region / Die Stadt Husum ist seit kurzem als vollwertiges Mitglied dabei.

Mildstedt  | Mildstedt  Auf guten Erfahrungen aufbauen – dies hat sich der Vorstand der AktivRegion Südliches Nordfriesland für die neue EU-Förderperiode gleich doppelt zu Herzen genommen: Die Förderschwerpunkte gründen auf der bisherigen Arbeit – neu hinzugekommen ist der Schwerpunkt „Bildung“. Das Regionalmanagement übernimmt erneut die Eider-Treene-Sorge GmbH, die die vergangenen Jahre gemeinsam mit dem Verein gestaltet hat.

„Mit der Beauftragung des Regionalmanagements sind wir arbeitsfähig“, stellt der Vorsitzende Claus Röhe erfreut fest. „Mit der Eider-Treene-Sorge GmbH haben wir viele Jahre erfolgreich zusammengearbeitet“, so Röhe weiter. „Wir im Vorstand haben jetzt ein großes Interesse daran, zügig an die gute Arbeit anzuknüpfen.“

Stadt Husum ist neu mit an Bord

Eine Veränderung gibt es in der Gebietskulisse der AktivRegion: Husum ist jetzt vollwertiges Mitglied im Verein. „Die Stadt ist jetzt mit 23.000 Einwohnern mit an Bord“, erklärt Claus Röhe – jetzt könne sich Husum in der AktivRegion engagieren und und Projekte entwickeln. 

Sobald das Landesprogramm von der EU genehmigt ist, können Förderungen für Projekte bewilligt werden. Damit rechnet Röhe im dritten Quartal dieses Jahres. Etwa 2,86 Millionen  Euro stehen der AktivRegion dann bis 2023 zur Verfügung. Zahlreiche Projektanträge liegen bereits jetzt vor. Um eine hohe Qualität zu gewährleisten, werden sie nach einem Bewertungsbogen eingestuft. Wenn sie die Kriterien erfüllen und damit zur integrierten Entwicklungsstrategie passen, können sie gefördert werden. Die Strategie kann unter www.aktivregion-snf.de eingesehen werden. Dort sind auch die detaillierten Förderquoten und -kriterien zu finden.

Im neuen Schwerpunkt Bildung wurde zunächst das „Netzwerk Bildung Süd“ ins Leben gerufen. Der Arbeitskreis hat das Ziel – analog zum „Netzwerk Bildung Nord“ im Norden des Kreises – eine regionale Plattform für den Austausch von Akteuren und die Entwicklung von Projekten zu schaffen.

Eine nachhaltige Qualitätssteigerung will die AktivRegion weiterhin im – durch die Nordseenähe begünstigten – Naturtourismus erreichen. Im Bereich der Wärme- und Mobilitätswende soll zunächst durch Sensibilisierungsaktionen dem CO2-Ausstoß entgegengewirkt werden, aber auch die Förderung alternativer Mobilitätsangebote ist grundsätzlich möglich.

Eine zentrale Rolle wird angesichts der Auswirkungen des demografischen Wandels die nachhaltige Daseinsvorsorge spielen. Ein Fokus liegt hier auf der Unterstützung der Jugendarbeit.

Jugendarbeit bildet Schwerpunkt

Die AktivRegion konnte in der Vergangenheit zahlreiche Projekte umsetzen und ein nachhaltiges Netzwerk aufbauen. Dafür macht sich unter anderem Ute Babbe im Vorstand der AktivRegion stark. Sie wirkt dort schon seit der Gründungszeit neben ihrer Tätigkeit im Mädchentreff Ostenfeld und langjährig auch im Kreisjugendring Nordfriesland mit. Ute Babbe  erhielt übrigens für ihr besonderes Engagement jüngst das Bundesverdienstkreuz am Bande. „Der erste Kontakt zwischen Mädchentreff und AktivRegion war eigentlich ein Zufall“, erzählte Ute Babbe.

Der Mädchentreff sollte damals bei der Entwicklung neuer regionaler Strategien helfen. Daraus habe sich dann eine fruchtbare Zusammenarbeit ergeben.

Von 2010 bis 2012 wurde zur Stärkung der Arbeit der lokalen Jugendpflege im Südlichen Nordfriesland das Projekt „Vernetzung der Jugendarbeit im ländlichen Raum“ umgesetzt. Aus dem etablierten Arbeitskreis, der noch heute tagt und gemeinsam neue Projekte für die Jugendarbeit entwickelt, ist unter anderem ein gemeinsames Ferienprogramm für die gesamte Region entstanden. Das Projekt gewann einen Preis im Bereich „Innovative Ideen im ländlichen Raum“ der Bundesrepublik Deutschland.

Das Modellprojekt „JugendMobil“ hat durch die Anschaffung eines Kleinbusses die Angebote von Jugendeinrichtungen in Nordfriesland besser erreichbar gemacht. Der Kreisjugendring Nordfriesland hat damit nicht nur die Mobilität der beteiligten Vereine und Verbände gestärkt – sie profitieren auch vom dem Ideenaustausch mit anderen Vereinen und bauen so ihr Netzwerk aus. An erster Stelle wurde der Bewegungsradius der Jugendlichen selbst verbessert. Obwohl sie in weit verstreuten Dörfern leben, können sie gemeinsam zu Freizeit- und Kulturangeboten fahren.

AktivRegion bietet große Chancen

Die Chance, die regionalen Projekte auch über Südliches Nordfriesland hinaus bekannt zu machen, konnte mit dem Auftritt der AktivRegion Südliches Nordfriesland auf der Internationalen Grünen Woche schon 2012 genutzt werden.

Hier durfte auch die Jugendarbeit nicht fehlen. Dazu lud der Verein „Jim’s Bar“ ein, am Stand teilzunehmen. Das Projekt bildet Jugendliche zu Barkeepern für alkoholfreie Getränke aus und leistet so einen Beitrag zur Suchtprävention.

Auch in der gerade begonnenen EU-Förderperiode, erklärt Regionalmanagerin Hanna Fenske, könne die Jugendarbeit ausgezeichnet mit den AktivRegionen zusammenarbeiten.

Antragsberechtigt sind kommunale, gemeinnützige und private Träger. „In jeder Region kann das Beratungsangebot des Regionalmanagements wahrgenommen werden“, so Fenske. Neben der Förderung von Projekten biete die AktivRegion „die große Chance, sich besser  zu vernetzen und sich mit anderen zu komplexen Themen auszutauschen.“

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