Eider-Treene-Sorge : Die Holz-Eulen von Tarp

Junge Holzbildhauer fertigten 64 Holzeulen nach eigenen Entwürfen. Foto: Mai
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Junge Holzbildhauer fertigten 64 Holzeulen nach eigenen Entwürfen. Foto: Mai

Der Flensburger Designer und Bildhauer Uwe Appold inspirierte junge Holzbildhauer. Sie haben 64 Holzeulen für den neuen "Eulenpfad" in Tarp hergestellt.

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11. Oktober 2011, 09:02 Uhr

Tarp | Es hat einige Jahre gedauert, aber nun ist es vollbracht. Vor fünf Jahren wurde das Projekt "Eulenpfad" in Tarp von der Gemeinde, in Zusammenarbeit mit dem Flensburger Designer und Bildhauer Uwe Appold und der AktivRegion Eider-Treene-Sorge, ins Leben gerufen, und vor kurzem konnte Holzeule Nr. 64, und damit die Letzte, aufgestellt werden. Im Januar 2012 wird eine neue Karte erscheinen, auf der alle Eulen komplett eingezeichnet sein werden, und Spaziergänger dem vollständigen Pfad durch Tarp folgen können.
Eigentlich war die Idee einen Eulenpfad anzulegen nahe liegend. Die Eule ist nämlich das Wappentier von Tarp. Die Bearbeitung von Holz und die Ausbildung im Umgang mit diesem Werkstoff hat ohnedies eine lange Tradition in der Region rund um Flensburg.
Zwei Wochen lang arbeitete Uwe Appold während des ersten Tarper Eulen-Workshops 2007 mit einer Handvoll Azubis des Berufs Holzbildhauer an den ersten 15 Holzeulen, die seitdem Stationen des Eulenpfads auf dem Gemeindegebiet markieren. Eulenhaft, Calvin, Bodo, Lautlos, ShamanOwl und sonst wie heißen sie, markieren interessante Örtlichkeiten der Gemeinde, locken Besucher an.
Vier weitere Eulen-Workshops folgten, bis schließlich alle 64 geplanten Greifvögel an ihren Plätzen standen. "Viel Vertrauen hat die Gemeinde bewiesen, als sie mir dieses Projekt übertragen hat", sagt Uwe Appold, der sich zusammen mit Bürgermeisterin Brunhilde Eberle vor allem darüber freut, dass sich viele Menschen gemeldet haben, um in der Funktion eines Paten jeweils die Pflege einer Eule zu übernehmen.
Bürgermeisterin Eberle konnte auch feststellen, dass die Eulen nicht nur gut bei Bürgern und Gästen ankommen, sondern ebenfalls auch die Eulen-Workshops viel Anklang fanden. "Viele Menschen sind dort mit den jungen Holzbildhauern ins Gespräch gekommen, die sich natürlich über soviel Aufmerksamkeit gefreut haben."
Bemerkenswert ist ebenfalls, dass die Holzeulen aus massiven und rund 100 Jahre alten Eichenstämmen hergestellt worden sind. Die Stämme wurden von der Gemeinde, bezuschusst von der AktivRegion Eider-Treene-Sorge, angekauft und den Holzbildhauern vor Ort zur Verfügung gestellt. "Und für die war es häufig eine ganz neue Erfahrung mit Eichenholz zu arbeiten", so Uwe Appold.
Nun ist der Eulenpfad fertig, knapp drei Kilometer ist er lang, kann von Besucher mit Genuss abgegangen werden. Helfen wird ihnen dabei eine neue Wanderkarte, die zu Beginn des kommenden Jahres erscheinen soll und den gesamten Pfad abbilden wird. "Wir sind davon überzeugt, dass unser Eulenpfad viele Menschen anlocken wird", ist sich Bürgermeisterin Brunhilde Eberle sicher.

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