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Demnächst auch in Flaschen: Die Kimberquelle

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erstellt am 14.Mär.2013 | 00:00 Uhr

Hohenwestedt/Nindorf | Erst am letzten Freitag wurde der sozusagen noch druckfrische Förderbescheid für das Projekt „Kimberquelle“ übergeben. Träger dieser innovativen Projekts ist die Hohenwestedter Werkstatt, die sich auch gleich an die bauliche Umsetzung ihrer Idee machen wird. Der Hohenwestedter Autohändler Detlef Häufele und Bernd Ramm, Chef der Hohenwestedter Werkstatt, entwickelten zusammen erst vor wenigen Jahren die Idee, die Nindorfer Kimberquelle erneut einer wirtschaftlichen Verwendung zuzuführen. Diese Quelle, die auf Nindorfer Gemeindegebiet liegt, versorgte einst die Gemeinde Remmels mit erstklassigem Trinkwasser. Absolut schadstofffrei, stimmte nur der recht hohe Eisengehalt, mit seiner Neigung Verfärbungen hervorzurufen, die Abnehmer nicht uneingeschränkt fröhlich. 1967 schließlich, versorgten sich die Bürger in Remmels schließlich aus anderen „Quellen“. Und so plätscherte die Kimberquelle mehr als 40 Jahre zwar bildschön, aber nichts desto trotz weitgehend nutzlos, in die schöne Nindorfer Landschaft.

Detlef Häufele, auf dessen Land die Quelle liegt, und Bernd Ramm machten sich schließlich daran, die Kimberquelle touristisch, vor allem aber regionalmarkspezifisch neu unter naturverträglichen, dem Ganzheitsprinzip folgenden Bedingungen , neu zu erschließen.

Geplant ist, das Wasser künftig professionell abzufüllen und über Bio-Märkte in der Region zu vertreiben. Besuchern soll die Möglichkeit geboten werden, den Produktionsprozess von der Gewinnung bis hin zur Vermarktung begleiten zu können, und dabei sachkundige Informationen zum Produkt „Quellwasser“ zu erhalten. Die Beziehung Mensch zur Umwelt soll dadurch erlebbar gemacht werden.

Das Projekt bietet, neben der Erweiterung des touristischen Angebotes und der Schaffung einer identifikationsfördernden Regionalmarke, Menschen mit Behinderungen neue Arbeitsplatz- und Qualifizierungsmöglichkeiten.

Ursprünglich sollte das Quellwasser in Großbehältern nach Hohenwestedt verbracht werden, um dort in Flaschen abgefüllt zu werden. Da dies aber nicht zulässig ist, Quellwasser muss immer am Quellort abgefüllt werden, wird jetzt in naturnaher und ökologischer Bauweise ein Produktionsgebäude mit einem Informationsraum ganz in der Nähe zur Kimberquelle erbaut. Das Gelände selbst ist bildschön erschlossen und bietet bereits jetzt ein malerisches Bach-Biotop, das durch eine Hälfte des Quellwassers gespeist wird. Die anderen 50 Prozent werden künftig in Flaschen abgefüllt. Bernd Ramm geht davon aus, dass der Produktionsbetrieb noch in diesem Jahr aufgenommen werden kann. „Dann haben wir nicht nur zwölf neue Arbeitsplätze geschaffen, sondern vor allem ein absolutes Spitzen-Quellwasser neu auf den regionalen Markt gebracht.“ Und, der hohe Eisengehalt wird vor der Abfüllung herausgefiltert, so dass der Geschmack sich noch weiter verbessern wird.

Wolfgang Henze

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