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Krankenhäuser in SH : Ärzte sollen für Röntgenaufnahmen nicht genügend geschult sein

vom
Aus der Onlineredaktion

Bei einem Viertel der 41 Kliniken in SH sollen den Röntgenärzten entsprechende Fachkundenachweise fehlen.

shz.de von
erstellt am 15.Apr.2016 | 13:38 Uhr

Kiel | An vielen Krankenhäusern in Schleswig-Holstein hat das Energieministerium an Wochenenden Mängel bei der ärztlichen Fachkunde im Strahlenschutz festgestellt. Demnach hat etwa ein Viertel der an 41 Kliniken im vergangenen Jahr überprüften Ärzte, die auch an Wochenenden, feiertags und nachts Röntgenaufnahmen anfertigen, nicht die erforderlichen Fachkundenachweise erbracht.

Beim medizinischen Assistenzpersonal wurden keine Defizite ausgemacht, wie das Ministerium als Strahlenschutzbehörde am Freitag mitteilte. Es gebe erheblichen Nachschulungsbedarf, sagte Behördenleiter Jan Backmann. „In nur 15 der überprüften 41 Krankenhäuser waren die während der Überprüfung anwesenden Ärzte im Strahlenschutz ausreichend fachkundig.“

Als Konsequenz hätten die Klinikbetreiber unter anderem mit Maßnahmenkonzepten, Arbeitsanweisungen und veränderten Dienstplänen reagiert. Die Ärztekammer habe noch für das vergangene Jahr einen deutlichen Anstieg der Zahl erteilter Bescheinigungen gemeldet. Dieser Trend habe sich 2016 fortgesetzt. „Wir werden in diesem Jahr eine Nachuntersuchung durchführen und erwarten, dass die festgestellten Defizite dann abgestellt sind“, sagte Backmann.

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