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Acht Seiten für Sicherheit bei allen Veranstaltungen

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Innensenator hat Fragebogen für Veranstalter erarbeitet: Was geschieht bei Unwetter oder Hysterie?

Lübeck | Seit den tragischen Ereignissen vor drei Jahren auf der Loveparade in Duisburg zeigt sich Lübecks Innensenator Bernd Möller um die Sicherheit bei großen Veranstaltungen besorgt. Unter anderem wurde das Harley Weekend abgesagt. Jetzt hat die Verwaltung einen Sicherheitsplan vorgelegt. Veranstalter müssen ein Konzept nachweisen.

Die dramatischen Ereignisse in Duisburg mit 21 Toten und 541 Verletzten seien auf Grund fehlgeleiteter Besucherströme und Planungsfehler entstanden, so die Stadtverwaltung. "Dieses bedauerliche Unglück hat die Leitung des Fachbereichs Umwelt, Sicherheit und Ordnung zum Anlass genommen, ein Sicherheitskonzept im Flächen- und Veranstaltungsmanagement der Hansestadt zu erarbeiten", so Senator Möller. Veranstalter müssen in Zukunft einen achtseitigen Fragebogen beantworten. Gefragt wird nach dem Umgang mit "Massenverhalten" wie Hysterie. Auch Pläne für eine Bombendrohung, Unwetterlagen oder Brände müssen vorher festgelegt werden. Und Durchsagen müssen auch bei Stromausfall möglich sein. Zu den Unterlagen gehört zudem auch ein Plan des Geländes im Maßstab 1:500 mit genauen Abstandsangaben.

Der Fragebogen geht dann an den Fachbereich, Feuerwehr, Rettungsdienst, Straßenverkehrsbehörde, Polizei sowie Ordnungs- und Verkehrsdienst. Bei einigen Veranstaltungen werden zusätzlich die Bauordnung, die Verkehrsbetriebe, die KWL, die Lübeck Port Authority und der Bereich Umweltschutz/Naturschutz eingeschaltet.

Der Aufwand sei nicht zu groß, heißt es aus der Stadtverwaltung. Die Veranstalter müssten ohnehin ein genaues Konzept vorlegen, um von der LTM eine Fläche zu bekommen. Außerdem könne das Konzept der Größe der Veranstaltung angepasst werden. Die Bedenken des Bereichs Schule und Sport, dass es im Jahr über 1000 Veranstaltungen mit einem Getränke- und einem Grillstand auf Sportplätzen gibt und der Aufwand für ein jeweiliges Sicherheitskonzept zu groß sei, wurde in die Vorlage aufgenommen. Diese Veranstaltungen sollen ausgenommen werden, allerdings nicht die Football-Bundesliga-Spiele auf dem Buniamshof oder die Senatsstaffel der Schulen. Die endgültige Entscheidung trifft die Bürgerschaft.

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erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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