Strecke nach Sylt : Ab Montag: Marschbahn-Pendler können Entschädigungen beantragen

Pendler blockieren im Oktober in Klanxbüll die Marschbahn-Züge: Protest gegen dauerhaft schlechte Zustände – wie Verspätungen, Ausfälle und Überfüllung.
Foto:
Pendler blockieren im Oktober in Klanxbüll die Marschbahn-Züge: Protest gegen dauerhaft schlechte Zustände – wie Verspätungen, Ausfälle und Überfüllung.

Über ein Online-Portal sollen von Verspätungen betroffene Pendler mit Monatskarten zwischen 50 und 75 Euro erhalten.

shz.de von
13. April 2018, 18:41 Uhr

Husum | Marschbahn-Pendler, die unter den Verspätungen und veralteten Fahrzeugen leiden, können ab Montag Entschädigungs-Zahlungen beantragen. Wie „NDR 1 Welle Nord“ berichtet, geht um 14 Uhr ein Portal  online, bei dem Pendler mit Abo-Monatskarten in der 2. Klasse einmalig 50, solche mit 1.-Klasse-Tickets 75 Euro erhalten. Wer kein Abo hat, muss demnach fünf Monatskarten vorlegen.

Ein funktionierende Bahnverbindung ist für Sylt als Pendler- und Urlauberziel unabdingbar. Doch in der Vergangenheit kam es auf der Strecke immer wieder zu Problemen.

Seit Monaten liegt die DB unter der vertraglich vereinbarten Pünktlichkeit. Im März lag sie bei teilweise 62 Prozent, steigerte sich dann auf 83 Prozent. Zwischen Niebüll und Westerland waren die Züge auch schon mal nur zu 34,4 Prozent im Zeitplan. Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) hatte deshalb angekündigt, für den März 350.000 Euro einbehalten, die sein Haus eigentlich an die Deutsche Bahn (DB) Regio für den Betrieb der Marschbahn auf der Strecke Hamburg-Westerland zahlen müsste.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen