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Zwischen Kaltenkirchen und Bad Bramstedt : A7 nach Unfall wieder frei

vom
Aus der Onlineredaktion

Ein Tanklaster touchiert einen Reisebus. Zwei Menschen werden schwer verletzt. Es ist der zweite schwere Unfall an einem Tag auf der A7.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2016 | 06:56 Uhr

Nach einem Verkehrsunfall auf der A7 am Dienstag um 13.09 Uhr ist die Autobahn in Richtung Norden zwischen den Anschlussstellen Kaltenkirchen und Bad Bramstedt um 8.30 Uhr am Mittwochmorgen wieder freigegeben worden. Ein Tanklastzug hatte bei Bad Bramstedt einen haltenden Reisebus gestreift und war dann in den Graben gerutscht. Der Lastwagen-Fahrer und ein Insasse aus dem Bus wurden verletzt. Ein Rettungshubschrauber war im Einsatz, sagte ein Polizeisprecher.

Die Bergungsarbeiten hatten deutlich länger gedauert, als zuerst angenommen. Der Tanklastzug konnte erst am frühen Mittwochmorgen mit zwei Kränen von der Fahrbahn gehoben werden, so dass er abtransportiert werden konnte. Der Standstreifen bleibt für Reparaturarbeiten an der Unfallstelle noch gesperrt.

Glück im Unglück: Neun von elf Insassen waren schon aus dem Bus ausgestiegen, als der Unfall passierte.
Glück im Unglück: Neun von elf Insassen waren schon aus dem Bus ausgestiegen, als der Unfall passierte. Foto: Joachim Krüger
 

Die linke Seite des Busses, der wegen einer Reifenpanne auf dem Standstreifen stand, sei von dem Lastwagen teilweise aufgerissen worden. Der Lkw-Fahrer habe nach dem Aufprall die Kontrolle über seinen Wagen verloren, sei nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und habe dann die Leitplanke durchbrochen, teilte die Polizei mit. Der 24.000 Liter fassende Tank des Lastwagens aus Rumänien habe keine gefährlichen Stoffe enthalten, sagte der Pressesprecher der Polizeidirektion Neumünster, Rainer Wetzel. Es handle sich wohl um Feinsand (Reinigungsgranulat für Ölverschmutzungen).

Der Tanklaster durchbrach die Leitplanke.
Der Tanklaster durchbrach die Leitplanke. Foto: Joachim Krüger
 

Insgesamt sei etwa ein Dutzend Menschen betroffen gewesen, hieß es. Von den elf Businsassen hatten laut Polizeiangaben neun den Bus beim Aufprall bereits verlassen. Von den beiden im Bus verbliebenen wurde ein Mann (69 Jahre alt) ebenfalls schwer verletzt. Wie der LKW-Fahrer wurde er in das Friedrich-Ebert- Krankenhaus (FEK) Neumünster eingeliefert.

Die Fahrzeuge zwischen der Anschlussstelle Kaltenkirchen und der Unfallstelle konnten am Montagnachmittag einspurig an der Unfallstelle vorbeigeführt werden. Für die Bergungsarbeiten sind zwei Unternehmen beauftragt. „Die Bergung der beiden Fahrzeuge wird noch Stunden dauern, zumal die Ladung des Tanklastzuges vorher noch umgepumpt werden muss“, sagt Polizeisprecher Wetzel. Die Schadenhöhe durch den Unfall soll bei etwa 300.000 Euro liegen. Die Unfallursache ist noch nicht geklärt. In diesem Zusammenhang bittet die Autobahnpolizei besonders Verkehrsteilnehmer, die den Reisebus vor dem Unfall auf dem Standstreifen stehen sehen haben, sich unter der 04321 9450 zu melden.  

Schon am Dienstagvormittag hatte es einen Verkehrsunfall auf der A7 gegeben, bei dem drei Menschen schwer verletzt worden. Der Unfall ereignete sich zwischen Tarp und Schuby Richtung Süden.

Bereits in der Nacht war der Elbtunnel nach einem Unfall mit einem Wohnwagen mehrere Stunden gesperrt gewesen. Ein Auto samt Wohnwagen war kurz vor dem Tunnel gegen einen Pfosten neben der Fahrbahn geprallt. Der Tunnel war in Richtung Norden gesperrt. Verletzt wurde niemand.

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