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Ausbau der A7 : Keine Klagen mehr: Weg frei für den A7-Deckel in Stellingen

vom
Aus der Onlineredaktion

Nun kann gebaut werden: Die Anwohner des Imbekstiegs sind sich mit der Stadt Hamburg außergerichtlich einig geworden.

shz.de von
erstellt am 25.Aug.2015 | 14:46 Uhr

Hamburg | Jahrelang hatten Eigentümer am Imbekstieg mit Hamburgs Verkehrsbehörde über den Verkauf ihrer Reihenhäuser oder von Grundstücksteilen, die man für die Autobahnverbreiterung der A7 braucht, verhandelt. Einige kämpften gegen den Ausbau und klagten. Nun sind die letzten Anwohner des direkt angrenzenden Areals sich laut „Hamburger Abendblatt“ mit der Stadt einig geworden. Die Bewohner haben ihre Klagen vor dem Bundesverwaltungsgericht niedergelegt und ihre Häuser verkauft.

200.000 Euro zahlt die Stadt für ihre Reihenhäuser, Bewohner von Endreihenhäusern erhalten 240.000 Euro für ihr Heim. Die für Ende 2015 geplanten Bauarbeiten im Abschnitt Stellingen zwischen Volkspark und dem Autobahndreieck Hamburg-Nordwest können damit termingerecht beginnen.

Die A7 ist mit fast 1000 Kilometern die längste Autobahn in Deutschland – und im staugeplagten Raum Hamburg eine der am stärksten befahrenen. In den kommenden acht Jahren wird sie ausgebaut, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Die Kosten liegen bei mehr als einer Milliarde Euro. Den Löwenanteil trägt der Bund. Die Arbeiten in Schleswig-Holstein sollen bis 2018 andauern. Danach soll die Strecke vom Elbtunnel bis zum Dreieck Bordesholm auf sechs bzw. acht Spuren befahrbar sein.

Auf 14 Kilometern Länge wird die A7 in Hamburg nördlich vom Elbtunnel überdacht. Drei Tunnelbauten sollen in Schnelsen, Stellingen und Altona entstehen, die für Lärmschutz und ein besseres Zusammenwachsen der angrenzenden Stadtteile sorgen. Zehn bis zwölf Jahre soll der Ausbau zum A7-Deckel dauern und 800 Millionen Euro kosten.

Die Bewohner werden bereits vor Beginn der Bauarbeiten wegziehen. 41 der 44 Kaufverträge wurden bereits im Juni mit der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation geschlossen und notariell beglaubigt. Jedoch hatten die drei übrigen Eigentümer noch mehr Geld herausschlagen wollen. Die städtische Saga-GWG hat den drei Anwohnern ihre Immobilien zu oben genannten Preisen abgekauft.

Im Abschnitt Stellingen zwischen der Anschlussstelle HH-Volkspark und dem Autobahndreieck HH-Nordwest erhält die A7 zusätzliche Fahrstreifen. Im Laufe des Jahres 2015 beginnt der achtspurige Ausbau des Abschnitts Stellingen. Im Zuge des Ausbaus werden drei Brücken erneuert und ein Teilabschnitt wird eingehaust und großzügig begrünt. Nördlich der Kieler Straße entsteht der 890 Meter lange Autobahn-Deckel Stellingen.

Er wird knapp 900 Meter lang und erstreckt sich von nördlich der Anschlussstelle Stellingen bis zur Güterumgehungsbahn. Die kreuzende Brücke Wördermanns Weg wird auf die Tunneloberfläche verlegt. In den angrenzenden Gärten ragt die Tunnelhaube dann bis zu drei Metern in die Höhe. Die Betonwände sollen ebenso begrünt werden wie das gesamte Tunneldach. Auf diesem entsteht laut Planungen ein Park mit Sitzbänken, einer durchgängigen Promenade sowie 43 Kleingartenparzellen.

Außerhalb des Tunnels erhält die A7 zwischen Stellingen und Volkspark auf 2,7 Kilometern Flüsterasphalt. Eine Besonderheit in diesem Bereich ist zudem der Neubau der Langenfelder Brücke, ein etwa 600 Meter langes Autobahnstücks oberhalb des Langenfelder Bahnhofs. Der Neubau der Langenfelder Brücke hat bereits begonnen und wird bis voraussichtlich 2019 andauern.

Weitere Informationen zum A7-Ausbau finden Sie unter www.shz.de/a7.

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