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Kommentar : A7-Ausbau im Zeitplan: Das läuft super!

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Im ersten Jahr haben die Verantwortlichen exzellente Arbeit auf der A7 geleistet, kommentiert Joachim Dreykluft.

Wenn Politiker sich für etwas selbst loben, das in ihrer Verantwortung liegt, hat sich ein Reflex bewährt: Skepsis. Wenn sich Reinhard Meyer, Verkehrsminister in Schleswig-Holstein, und Frank Horch, Hamburgs Verkehrssenator, für den Stand der Dinge beim A7-Ausbau loben, muss man anerkennen: Die haben recht. Das läuft wirklich exzellent.

Das Gezeter war groß zwischen Buchholz und Flensburg, als der Ausbau einst bekannt gegeben wurde. Zu schrecklich war über viele Jahre die Lage zwischen Hamburg und Bremen, als dort die A1 ausgebaut wurde.

Drei Jahre Dauerstau und Dauerstress zwischen Hamburg und Bordesholm, diese Befürchtung geisterte in vielen Köpfen, vom privaten Pkw-Fahrer bis zum Spediteur.

Doch nach knapp einem Jahr muss man sagen: Das läuft super.

Das Konzept der Projektgesellschaft Via Solutions geht in allen Belangen auf. Die Fahrzeit zwischen Hamburg und Flensburg hat sich um zehn bis 15 Minuten verlängert. Ein Kinkerlitzchen für eine Baustelle dieses Ausmaßes.

Bewährt hat sich, dass überall mindestens zwei Richtungsfahrstreifen zur Verfügung stehen, von denen der linke mindestens 2,20 Meter breit ist. Das klingt banal, war es aber nicht. Zum Teil musste die vorhandene Fahrbahn dafür am Rand verbreitert werden. Auch als dieser Zusatzstreifen zwei Mal wegbrach und das für Staus sorgte, wurde äußerst schnell gehandelt und repariert.

Sehr gut funktionieren die Vollsperrungen. Die Mitteilungen im Vorfeld sind klar und konkret, die genannten Zeiten absolut verlässlich. Niemand muss unwissend in eine Wochenend-Staufalle tappen.

Überhaupt: die Kommunikation. Im Land Schleswig-Holstein sind die Bürgerinnen und Bürger eher gewohnt, von Behörden vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden, um dann irgendwie klar kommen zu müssen. Auf der A7-Baustelle: das pure Gegenteil. Online wie offline gibt es stets konkrete und verlässliche Informationen.

Etwa die Leuchttafeln, die seit Mitte Oktober über die voraussichtliche Fahrtzeit Richtung Süden etwa zum Hamburger Flughafen oder Hafen informieren: vorbildlich! Kleingeister mögen über die Mietkosten für die Tafeln von rund 100.000 Euro im Jahr lästern. Fakt ist: Sie sind Teil eines Gesamtkonzepts, das 1a funktioniert und vielen viel Geld spart.

Üblicherweise könnte so ein Kommentar enden mit dem Hinweis, dass bis zum Ende des A7-Ausbaus noch viel passieren kann und deshalb keine Vorschusslorbeeren zu verteilen sind. Doch in diesem Fall gibt es dazu keinen Grund. Die schaffen das!

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erstellt am 14.Dez.2015 | 12:05 Uhr

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