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Verkehrsminister in Quickborn : A7-Ausbau: Dobrindt gibt den Startschuss

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Aus der Onlineredaktion

Erst die Staus, dann die Entlastung: Die A7 soll nördlich von Hamburg ausgebaut werden. Zum Start des Projektes mit einem privaten Konsortium ist Bundesverkehrsminister Dobrindt in Quickborn.

Quickborn | Die A7 wird im Norden in den nächsten Jahren zur Großbaustelle: Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hat am Montag das Projekt zum Ausbau der Autobahn A7 zwischen Hamburg und dem Bordesholmer Dreieck bei Kiel offiziell gestartet. Die A7 sei eine zentrale Verkehrsader für die deutsche und europäische Wirtschaft und von großer Bedeutung für die Hinterlandanbindung der Seehäfen, sagte Dobrindt bei einem Besuch der Autobahnmeisterei in Quickborn (Kreis Pinneberg). Das Projekt wird in öffentlich-privater Partnerschaft mit via Solutions Nord realisiert. In Quickborn stellt Dobrindt im Laufe des Tages den genauen Zeitplan für das Mammut-Projekt vor. Mit dabei sind auch Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) und der Hamburger Senator Frank Horch (parteilos).

Auf einer Strecke von 65 Kilometern soll die viel befahrene A7 bis 2018 in beiden Richtungen auf jeweils drei und teilweise vier Spuren erweitert werden. Auf schleswig-holsteinischem Landesgebiet beginnt die erste Baustelle mit dem sechs Kilometer langen Stück zwischen Bordesholm und Neumünster Nord. Pendler, Logistikunternehmen und Urlauber müssen in den kommenden Jahren vermehrt mit Staus rechnen. Die Baustellen werden den Verkehr erheblich behindern. Gesamtkosten in Höhe von etwa 600 Millionen Euro sind eingeplant.

Um den Verkehr zu entlasten, gibt es zwei Ansätze: Smartphone-Apps und digitale Verkehrsschilder sollen über Fahrzeiten und Alternativrouten informieren. Außerdem werden die Deutsche Bahn und die AKN mehr Züge einsetzen und die Zahl der Abfahrten von und nach Hamburg erhöhen.

Die A7 ist mit rund 1000 Kilometern die längste Autobahn in Deutschland und soll als wichtige Nord-Süd-Verbindung zwischen den skandinavischen Ländern und Mitteleuropa ausgebaut werden. Das Ausbauvorhaben im Norden steht im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans und wird in öffentlich-privater Partnerschaft umgesetzt.

Ein privates Konsortium baut und betreibt dann auch den Großteil des Abschnitts 30 Jahre lang. Der Bund zahlt eine Vergütung. Nach der Fertigstellung will die Betreibergesellschaft den sechs Kilometer langen Abschnitt zwischen Neumünster und Bordesholm an das Land Schleswig-Holstein übergeben. Die weiteren 59 Kilometer betreibt und erhält die Gesellschaft bis 2044. Die Ausbaustrecke wird täglich von Zehntausenden Autos befahren.

Aktuelle Verkehrsmeldungen für Schleswig-Holstein finden Sie hier.

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erstellt am 29.Sep.2014 | 07:17 Uhr

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