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Verkehrsminister in Quickborn : A7-Ausbau: Ab November wird es eng

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Aus der Onlineredaktion

Mit 1,6 Milliarden Euro ist der Ausbau der A7 eines der größten Infrastrukturprojekte Deutschlands. Verkehrsminister Dobrindt und die Länderkollegen Meyer und Horch enthüllen zum Projektstart ein Bauschild.

Quickborn | Mit 1,6 Milliarden Euro ist es  eines der größten Infrastrukturprojekte Deutschlands – Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) gab am Montag auf dem Gelände der Autobahnmeisterei in Quickborn das Startsignal für den Ausbau der Autobahn 7. Gemeinsam mit Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) und Hamburgs Verkehrssenator Frank Horch (parteilos) enthüllte er das erste Baustellenplakat.

Die Vorbereitungen für den Ausbau laufen bereits. Ab November sollen dann auch die Autofahrer etwas von den Bauarbeiten mitbekommen, denn dann beginnt auf zwei Bauabschnitten im Norden die provisorische Fahrbahnerweiterung in Richtung Flensburg. Auf Schleswig-Holsteins Seite soll die gesamte Erweiterung auf sechs Spuren im Dezember 2018 abgeschlossen sein. In Hamburg dauerten die Arbeiten wegen des Autobahndeckels hingegen voraussichtlich bis 2022, wie Horch erläuterte.

Die Bauabschnitte zwischen Neumünster und Hamburg.
Die Bauabschnitte zwischen Neumünster und Hamburg. Foto: Via Solutions Nord GmbH&Co. KG
 

„Das Projekt A7-Ausbau zu beginnen ist wahrlich ein großes Ereignis“, sagte Dobrindt. Erstmals beteiligten sich an einem Projekt öffentlich-privater Partnerschaft (ÖPP) auch institutionelle Anleger an der Finanzierung. So könne zusätzliches Kapital mobilisiert werden, um die Verkehrsadern leistungsfähiger zu machen. Im Fall des A7-Ausbaus zwischen dem Autobahn-Dreieck Hamburg Nordwest und dem Bordesholmer Dreieck ist der Projektpartner Via Solutions Nord. Eine Gesellschaft, die aus dem Baukonzern Hochtief, dem mittelständischen Bauunternehmen Kemna Bau aus Pinneberg sowie der niederländischen Finanzierungsgesellschaft Dutch Infrastructure Fund gegründet wurde.

Via Solutions wird sich in den kommenden 30 Jahren nicht nur um die Bauleistungen auf der Autobahn kümmern, sondern auch die Finanzierung des Gesamtprojekts sicherstellen und zirka 600 Millionen Euro investieren. „Für zukünftige ÖPP-Projekte muss das beispielgebend sein“, sagte Dobrindt. Die Vorbereitungen des Projekts seien sehr erfolgreich gewesen und Dobrindt hoffe, dass die Bauarbeiten auf diese Weise sogar schneller als bisher geplant fertig gestellt würden.

Auf Nachfrage wollte Dobrindt jedoch noch nicht sagen, ob sich ein ähnliches Modell auch für die Realisierung des geplanten A20-Elbtunnels eigne. „Wir sind gerade in der Phase, in der wir darüber nachdenken, welche anderen Projekte sich mit diesem Modell finanzieren lassen“, erläuterte Dobrindt. Sicher sei jedoch, dass sich nicht jedes Projekt auf diese Weise finanzieren lasse.

Eine weitere Besonderheit beim ÖPP-Modell für den A7-Ausbau sei das  „Verfügbarkeitsmodell“, das bundesweit zum zweiten Mal vereinbart worden sei. Dies hat laut  Via Solutions Nord zur Folge, dass die Projektgesellschaft die vereinbarte Vergütung nur dann erhalte, wenn die Vertragsbedingungen erfüllt werden. Käme es etwa zur Verzögerungen, könnte ein Abzug erfolgen.

„Wir stehen vor einem Mammutprojekt“, sagte Bernd Rothe von der Deutschen Einheits Fernstraßenplanungs und -bau Gesellschaft (Deges) gestern. Wenn die Bauarbeiten im November beginnen würden, ließen sich Einschränkungen für Autofahrer durch schmalere Fahrbahnen und den Wegfall der Seitenstreifen nicht vermeiden. Einschränkungen sollen möglichst gering gehalten werden. So seien  etwa einige Verkehrsknotenpunkte in Hamburg im Vorfeld auf den zusätzlichen Verkehr vorbereitet worden,  diese sollen als Alternativstrecke dienen. Und auch beim Brückenbau sei bereits Vorarbeit geleistet worden.

Während der Bauarbeiten würden Verkehrsteilnehmer regelmäßig über aktuelle Baustellen informiert werden. „Das A und O wird es sein, transparent darüber zu informieren, wo gebaut wird“, sagte Rothe. 

Aktuelle Verkehrsmeldungen für Schleswig-Holstein finden Sie hier.

 
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erstellt am 29.Sep.2014 | 16:08 Uhr

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