Umfrage des Tages : Große Mehrheit gegen eine neue Buchstabier-Norm?

Der DIN-Verein, das «Deutsche Institut für Normung», hat die Verwendung von Städtenamen anstatt der bisher üblichen Vornamen vorgeschlagen.
Der DIN-Verein, das «Deutsche Institut für Normung», hat die Verwendung von Städtenamen anstatt der bisher üblichen Vornamen vorgeschlagen.

Weil in der aktuellen Tafel noch immer Relikte aus der Nazi-Zeit stecken, wird die DIN-Norm zum Buchstabieren überarbeitet.

Avatar_shz von
17. August 2021, 18:45 Uhr

Schleswig-Holstein | Das Deutsche Institut für Normung (DIN) will die Buchstabiertafel für Wirtschaft und Verwaltung überarbeiten. Die Buchstaben sollten nicht mehr länger mit Namen ("C wie Cäsar"), sondern mit Städtenamen verdeutlicht werden. Statt "Q wie Quelle" soll es zum Beispiel bald "Q wie Quickborn" heißen. Verpflichtend ist die Nutzung nicht, sie kommt aber in Ausbildung und Lehrbüchern vor.

Weiterlesen: Neue Buchstabier-Norm: Bald soll es „Q wie Quickborn“ heißen

Ausgelöst hat die Reform Michael Blume, Baden-Württembergs Antisemitismusbeauftragter. Ihn stört, dass in der aktuellen Tafel noch immer Relikte aus der Zeit der Nationalsozialisten stecken. Die hatten 1934 alle jüdischen Namen entfernt: Aus David wurde Dora, aus Nathan Nordpol, aus Samuel Siegfried.

In unserer Umfrage des Tages wollen wir heute ihre Meinung zu dieser Änderung erfahren.

Empfohlener redaktioneller Inhalt

An dieser Stelle finden Sie einen relevanten Inhalt einer externen Plattform, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich einfach mit einem Klick anzeigen lassen und auch wieder ausblenden.

 Externen Inhalt laden

Mit Aktivierung der Checkbox erklären Sie sich damit einverstanden, dass Inhalte eines externen Anbieters geladen werden. Dabei können personenbezogene Daten an Drittanbieter übermittelt werden. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen

Zwischenstand 18.30 Uhr: Das Ergebnis der heutigen Umfrage ist eindeutig. Von 1125 Teilnehmern zu diesem Zeitpunkt halten 89 Prozent die geplante Reform für unnötig. Nur neun Prozent dagegen sind der Meinung, es sei Zeit für eine Veränderung. Keine klare Tendenz gibt es bei vier Prozent.

Hinweis: Diese Umfrage ist nicht repräsentativ.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen


Nachrichtenticker