Statistikamt Nord : 754 Gewalttäter in SH verurteilt - 17 Prozent sind Ausländer

Die Zahl der verurteilten Straftäter ist rückläufig. Am häufigsten gab es Schuldsprüche wegen gefährlicher Körperverletzung.

shz.de von
13. Dezember 2016, 09:53 Uhr

Kiel | Die Strafgerichte in Schleswig-Holstein haben im vergangenen Jahr 754 Menschen wegen Gewaltdelikten verurteilt und damit fünf Prozent weniger als im Jahr zuvor. Bei einem Fünftel der Verurteilten wurde eine Freiheits- oder Jugendstrafe ohne Bewährung verhängt, teilte das Statistikamt Nord am Dienstag mit. Bei 46 Prozent wurde die Strafe zur Bewährung ausgesetzt.

Die Zahl der Veurteilungen ging zwar zurück, doch das subjektive Empfinden von Unsicherheit deutet in eine andere Richtung. Wegen einer latenten Terrorismusgefahr oder auch häufig begangener Wohnungseinbrüche sind viele Menschen in SH beunruhigt.

14 Prozent aller schuldig Gesprochenen waren zum Tatzeitpunkt zwischen 14 und 17 Jahre alt, 20 Prozent zwischen 18 und 20 Jahre. Frauen stellten sieben Prozent und Ausländer 17 Prozent.

Bereits vorbestraft waren 64 Prozent der Verurteilten. Von den Schuldsprüchen ergingen 62 Prozent wegen gefährlicher Körperverletzung und 15 Prozent wegen räuberischer Erpressung. In neun Fällen ging es um Mord und Totschlag, in 20 um Vergewaltigung und Vergewaltigung mit Todesfolge.

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