Erste Frist abgelaufen : 150 Bauern stellen Anträge auf Dürrehilfe

Das Agrarministerium hatte die Dürreschäden im Land auf 422 Millionen Euro geschätzt. Der Bund sagte den deutschen Bauern bis zu 170 Millionen Euro zu.

Das Agrarministerium hatte die Dürreschäden im Land auf 422 Millionen Euro geschätzt. Der Bund sagte den deutschen Bauern bis zu 170 Millionen Euro zu.

Für die Beantragung von Abschlagszahlungen ist es jetzt zu spät – die allgemeine Frist läuft aber noch bis 30. November.

shz.de von
06. November 2018, 17:43 Uhr

Kiel | Nach der monatelangen Dürre haben in Schleswig-Holstein bislang 150 Bauern beim Land Hilfen beantragt. „Die Dürre hat Schleswig-Holstein in diesem Jahr in besonderem Maße getroffen“, sagte Landwirtschaftsminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Dienstag. Deshalb sei es gut, Soforthilfen in Form von relevanten Abschlagszahlungen noch in diesem Jahr an existenzgefährdete Betriebe auszuzahlen.

Bis zum 2. November konnten Landwirte Anträge auf Dürrehilfe stellen, die noch in diesem Jahr eine Abschlagszahlung in Anspruch nehmen wollen. Ansonsten läuft die Frist bis zum 30. November. Bis zu 50 Prozent des gesamten Schadens können ersetzt werden. „Erst in der ersten Dezemberhälfte werden wir einen Überblick über alle Anträge haben“, sagte Albrecht.

Das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume nimmt die Anträge online entgegen. Die Dürreschäden im Land belaufen sich nach Schätzungen des Ministeriums auf 422 Millionen Euro. Zur Entschädigung fließen jeweils zehn Millionen Euro vom Bund und vom Land.

Im Sommer hatten die Bauern die schlechteste Ernte seit vielen Jahren eingefahren. Dürrehilfe gibt es nur, wenn der Naturalertrag auf Acker und Grünland im Betriebsdurchschnitt um mehr als 30 Prozent geringer ist als im Schnitt der vergangenen drei Jahre. Es gibt auch nur dann Geld, wenn der Betrieb ohne Dürre nicht existenzgefährdet wäre. Zudem sind weitere Kriterien zu erfüllen.

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