Fährlinien nach Dänemark : Reederei Scandlines für 1,7 Milliarden Euro verkauft

Scandlines kämpft um die Zukunft des Fährverkehrs nach Eröffnung des Fehmarnbelttunnels.
Scandlines fährt unter anderem von Schleswig-Holstein aus nach Dänemark.

Das Unternehmen wurde an ein Konsortium verkauft. Spekulationen über einen Verkauf gab es bereits seit einiger Zeit.

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26. März 2018, 12:31 Uhr

Rostock/Hamburg | Die deutsch-dänische Fährreederei Scandlines ist für 1,7 Milliarden Euro verkauft worden. Der britische Finanzinvestor 3i, seit 2013 alleiniger Inhaber der Reederei, habe das Unternehmen an ein Konsortium aus den Vermögensverwaltern First State Investment und Hermes Investment Management verkauft, teilte Scandlines am Montag mit.

Scandlines betreibt zwei Fährlinien zwischen Rostock und dem dänischen Gedser und von Puttgarden in Schleswig-Holstein nach Rødby mit insgesamt rund 42.000 Überfahrten pro Jahr. Das Unternehmen mit insgesamt 1500 Mitarbeitern machte 2016 einen Umsatz von 470 Millionen Euro.

3i habe jedoch im Anschluss wieder Anteile über 35 Prozent neu erworben. Die australische First State Investment halte nun gut 50 Prozent, 3i 35 Prozent und die ebenfalls britische Hermes Investment Management 14,9 Prozent an dem Unternehmen. Der Nettoerlös für 3i betrug den Angaben zufolge 347 Millionen Euro.

Spekulationen über einen Verkauf von Scandlines waren zuletzt im Dezember aufgekommen, nachdem die britische Zeitung „Sunday Times“ darüber berichtet hatte. Damals war ein Kaufpreis von 1,5 Milliarden Euro genannt worden.

Der Investor 3i war 2007 in die Reederei eingestiegen und hatte seinen Anteil von zunächst 40 Prozent bis 2013 auf 100 Prozent ausgebaut.

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