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Staatsanwaltschaft Lübeck / Anklage wegen (schweren) sexuellen Kindesmissbrauchs und anderer Sexualstraftaten gegen 42-Jährigen erhoben

vom

shz.de von
erstellt am 14.Sep.2017 | 16:53 Uhr

Lübeck (ots) - Die Staatsanwaltschaft Lübeck hat gegen den
42-jährigen Mann, der sich seit dem 23. Februar in Untersuchungshaft
in der Justizvollzugsanstalt Lübeck befindet (siehe Medieninformation
der Polizeidirektion Lübeck vom 24.02.2017 - Erwachsener spricht
Kinder an), Anklage wegen insgesamt acht Sexualstraftaten erhoben.

Dem Angeklagten werden drei Taten des sexuellen Missbrauchs von
Kindern im Alter zwischen sieben und neun Jahren zur Last gelegt.
Diese soll er zwischen Mai 2016 und Ende Januar 2017 in Lübeck und
anderenorts begangen haben. Bei zwei der Taten soll er - einmal
vollendet und einmal versucht - durch dieselbe Handlung zugleich
einen sexuellen Übergriff, eine sexuelle Nötigung und eine
Vergewaltigung begangen haben.

Darüber hinaus wirft die Staatsanwaltschaft ihm den schweren
sexuellen Missbrauch einer Widerstandsunfähigen im Frühjahr 2016 in
Lüdersdorf vor, eine sexuelle Belästigung im Januar 2017 in Lübeck
sowie drei Fälle der sexuellen Nötigung im Dezember 2016 und Januar
bzw. Februar 2017 in Lübeck. Die mutmaßlichen Opfer dieser Taten
waren zwischen 16 und 25 Jahre alt.

Die Hauptverhandlung vor dem Landgericht Lübeck beginnt am
18.09.2017.

Wegen der schutzwürdigen Belange der betroffenen Kinder und Frauen
werden weitere Details zu den jeweiligen Tatgeschehen nicht
mitgeteilt.

Die Staatsanwaltschaft weist darauf hin, dass für den Angeklagten
auch nach Anklageerhebung die Unschuldsvermutung gilt.

Nachfragen betreffend die Hauptverhandlung sind an die
Pressestelle des Landgerichts zu richten.

Hinweis: Der schwere sexuelle Missbrauch von Kindern wird gemäß §
176a Abs. 2 StGB mit Freiheitsstrafe von 2 bis 15 Jahren bestraft.

Der schwere Missbrauch einer widerstandsunfähigen Person wird
gemäß § 179 Abs. 1, Abs. 5 Nr. 1 StGB (in der bis 9.11.2016 gültig
gewesenen Fassung) mit Freiheitsstrafe von 2 bis 15 Jahren bestraft.

Die gesetzliche Strafandrohung für sexuelle Nötigung gemäß § 177
Abs. 1, Abs. 5 StGB beträgt Freiheitsstrafe von 1 bis 15 Jahren. Der
Versuch kann milder bestraft werden als die vollendete Tat.

Im Auftrag

gez. Dr. Ulla Hingst Oberstaatsanwältin (Pressesprecherin)




Rückfragen bitte an:

Staatsanwaltschaft Lübeck
Travemünder Allee 9
23568 Lübeck
Telefon 0451 371-1101

Original-Content von: Polizeidirektion Lübeck, übermittelt durch news aktuell

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