Schwerer Verkehrsunfall auf der A23 - Feuerwehr befreit schwer eingeklemmten Fahrer aus Ferrari

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12. März 2018, 05:08 Uhr

Pinneberg (ots) - Um kurz nach Mitternacht erreichte die
Kooperative Regionalleitstelle West in Elmshorn ein Notruf von der
Autobahn 23. In Fahrtrichtung Norden sollte ein PKW zwischen den
Anschlussstellen Pinneberg-Nord und Tornesch brennen. Um 00:15 Uhr
alarmierte die Leitstelle die zuständige Feuerwehr Pinneberg mit dem
Stichwort FEU (Feuer, Standard). Noch bevor das erste Löschfahrzeug
ausrücken könnte, ereilte die Leitstelle weitere Notrufe, in denen
mitgeteilt wurde, dass ein PKW in der Folge eines Verkehrsunfalles
brennen sollte, der Fahrer sei in dem PKW eingeklemmt. Da zunächst
nicht klar war, ob es sich um eine zweite Einsatzstelle handelte,
wurde ein weiterer Löschzug mit dem Stichwort TH Y (Technische
Hilfeleistung, Menschenleben in Gefahr) alarmiert.

Der als erstes an der Einsatzstelle eingetroffene stellvertretende
Wehrführer der Feuerwehr Pinneberg, Kai Halle konnte die Lage
teilweise bestätigen. Ein Ferrari war von der Fahrbahn abgekommen und
in das Dickicht, unweit des Fahrstreifens geschleudert. Hier prallte
der PKW mit der Fahrerseite, in Höhe der Fahrertür gegen einen Baum.
Durch den Unfallhergang wurde der Fahrer schwer in seinem Fahrzeug
einklemmte. Zwischen dem Dach des Sportwagens und dem Kopf des
Patienten, blieben gerade einmal 10cm Platz. Zum Glück brannte der
PKW jedoch nicht, wie gemeldet, in voller Ausdehnung.

Mit eintreffen des Rettungsdienstes könnte der Fahrer zügig in
seinem Auto versorgt werden. Die Befreiungsmaßnahmen seitens der
Feuerwehr stellten sich jedoch aufgrund der Stabilität des Fahrzeuges
und des eingeschränkten Arbeitsbereiches durch Dickicht und den
massiven Baum, als äußerst herausfordernd dar. Während die
Rettungsmaßnahmen vorbereitet wurden, musste zunächst ein Teil des
Bewuchses händisch, mit Sägen entfernt werden. Danach wurde die
technische Rettung unter der Zuhilfenahme von schwerem hydraulischen
Rettungsgerät begonnen. Im Laufe der Rettungsmaßnahmen kamen jedoch
selbst die stärksten, auf dem Markt verfügbaren Geräte an ihre
Leistungsgrenzen. Mit mehreren hydraulischen Zylindern, Spreiz- und
Schneidegeräten, sowie elektrischen Sägen gelang es nach ca. 1 1/2
Stunden den Fahrer aus seinem Ferrari zu befreien.

Mit schwersten Verletzungen wurde der Insasse in ein Hamburger
Krankenhaus eingeliefert.

Als äußerst gefährlich muss das Verhalten eines Niederländischen
LKW-Fahrers gewertet werden. Er nutzte das Öffnen der polizeilichen
Absperrung für anrückende Feuerwehrkräfte und wollte, trotz der
bereits laufenden Rettungsmaßnahmen und der sehr gut wahrnehmbaren
Blockade der Einsatzstelle, die Unfallstelle durchfahren. Da er zuvor
jedoch bereits vor der Absperrung stand, konnte er auf sein
Fehlverhalten hingewiesen werden, noch bevor er seinen Plan in die
Tat umsetzte.

Zur Unfallursache können seitens der Feuerwehr keine Angaben
gemacht werden.

Im Einsatz waren seitens der Feuerwehr circa 30 Einsatzkräfte mit
6 Fahrzeugen, sowie zwei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug
und mehrere Streifenwagen der Polizei. Das THW Elmshorn sperrte die
Autobahn in Höhe der Anschlussstelle Pinneberg-Nord und und sorgte so
für die Sicherheit der Einsatzkräfte vor Ort.




Rückfragen bitte an:

Kreisfeuerwehrverband Pinneberg
Pressesprecher
Björn Swennosen
Mobil: 0160-94810620
E-Mail: Bjoern.Swennosen@kfv-pinneberg.org

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