Schleswig-Holstein - Vorstellung neuer Ausrüstungsgegenstände der Landespolizei SH

Außentragehülle der Landespolizei SH
Außentragehülle der Landespolizei SH

shz.de von
05. April 2016, 16:03 Uhr

Kiel (ots) -

Innenminister Stefan Studt und Landespolizeidirektor Ralf Höhs
stellten am 05.04.2016 der Öffentlichkeit neue Ausrüstungsgegenstände
vor. Im Rahmen einer Pressekonferenz erläuterten sie den Weg und die
Gründe für die Beschaffung.

Die Polizei ist Träger des staatlichen Gewaltmonopols. Der Respekt
gegenüber der Polizei und ihre Anerkennung sind Grundvoraussetzungen
für die erfolgreiche Aufgabenwahrnehmung der
Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamten im
demokratischen Rechtsstaat und insbesondere ihrer Sicherheit im
Einsatz. Innenminister Stefan Studt: "Gewalt gegen Polizisten ist
nicht akzeptabel, sie verdienen den Respekt der Bevölkerung. Wir tun
alles, um Polizistinnen und Polizisten zu schützen und ihnen die
notwendige Ausrüstung an die Hand zu geben."

Die Führung der Landespolizei trägt auf allen Ebenen Verantwortung
für die Erfüllung des gesetzlichen Auftrags. Dazu gehört auch die
Verantwortung für die eingesetzten Polizeivollzugsbeamtinnen und
Polizeivollzugsbeamten. Insofern ist das Thema "Optimale Ausrüstung
und Ausstattung" ein Führungsthema, weil alle Führungskräfte im Sinne
von Fürsorge stets ihr Augenmerk auf Optimierungsbedarfe aber auch
auf das jeweilige Verhalten der Kolleginnen und Kollegen im Einsatz
richten müssen. Landespolizeidirektor Ralf Höhs: "Alles, was der
Sicherheit der Kolleginnen und Kollegen dient, muss nach Erkennen und
Nachweis einer Schutzwirkung prioritär und so schnell wie möglich
auch zur Verfügung gestellt werden."

Die Schutzwirkung und die Sicherheit für die Polizistinnen und
Polizisten sind die maßgeblichen Kriterien bei der Priorisierung der
Beschaffung und der Haushaltsplanung. Auf Basis dieser Festlegungen
hat das Landespolizeiamt in den letzten zwei Jahren - auch und
insbesondere aufgrund ständiger Auswertung und Analyse von
Einsatzberichten des operativen Dienstes - eine Vielzahl von
Beschaffungen gestartet bzw. konzeptionelle Grundentscheidungen
getroffen.

Das äußere Erscheinungsbild hat Einfluss auf die Bereitschaft,
Gewalt gegen Polizeivollzugsbeamtinnen und Polizeivollzugsbeamte
anzuwenden. Insofern ist neben der Erkennbarkeit und Funktionalität
der Aspekt der Einheitlichkeit sehr wichtig. Durch die Beschaffung
der neuen Ausrüstungsgegenstände wird sich das äußere
Erscheinungsbild der Polizei verändern:

> Außentragehülle: Der Arbeitsplatz der Schutzpolizistinnen und
Schutzpolizisten ist der Streifenwagen. Bisher am Gürtel getragene,
umfangreiche Ausrüstung schränkt die Bewegungsfreiheit ein und stört
beim Sitzen im Fahrzeug. Aus diesem Grund werden möglichst viele
Ausrüstungsgegenstände an der Tragehülle untergebracht, unter anderem
die ballistische Schutzweste samt Stichschutz. Durch das Tragen der
Hülle werden die Polizistinnen und Polizisten für die Bürgerinnen und
Bürger besser zu erkennen sein.

> Stichschutz: Die Einführung des Stichschutzes ergibt sich aus
der Auswertung der Einsätze mit Messern oder abgeschlagenen Flaschen,
die als Gegenstände zum Stechen gegen Polizistinnen und Polizisten
benutzt werden. Der Stichschutz optimiert die Schutzwirkung der
ballistischen Schutzweste.

> weiße Dienstmütze: Die aktuelle Uniform ist zwar schick, "fällt
aber nicht ins Auge", so dass Polizistinnen und Polizisten nicht
immer erkannt werden. Die weiße Dienstmütze trägt zu einem besseren
Erscheinungsbild und zur Erkennbarkeit, zum Beispiel in der
Fußgängerzone oder Veranstaltungen, bei.

> Tragekonzept Digitalfunk: Mit Einführung des Digitalfunks sind
neue Funkgeräte ausgeliefert worden, die an den unterschiedlichen
Halterungen wie Gürtel oder Außentragehülle per Verschlüsse sicher
getragen, aber auch schnell abgenommen werden müssen. Hierfür ist ein
einheitliches kompatibles System angeschafft worden. Es wird genutzt,
wenn die Außentragehülle nicht getragen wird.




Rückfragen bitte an:

Ministerium für Inneres und Bundesangelegenheiten Schleswig-Holstein
Landespolizeiamt Schleswig-Holstein
Pressestelle
Mühlenweg 166
24118 Kiel
Telefon: 0431 160 61420
E-Mail: pressestelle.kiel.lpa@polizei.landsh.de

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