Rendsburg: Informationen zu dem möglichen Tötungsdelikt in Rendsburg

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14. Februar 2020, 12:13 Uhr

Rendsburg (ots) - Am Donnerstag, den 13. Februar, rief ein 24-jähriger Mann
gegen 03.00 Uhr die Rettungsleitstelle an und bat um notärztliche Unterstützung.
Die Rettungskräfte erreichten kurz darauf ein Hotel in Rendsburg.

Vor Ort stellten die eingesetzten Kräfte einen an den Armen stark blutenden Mann
fest. Neben ihm lag eine leblose Frau. Bei dieser soll es sich um die
28-jährige, ehemalige Lebensgefährtin des inzwischen Tatverdächtigen handeln.

Nach ersten Ermittlungen dürfte es zwischen dem Paar in dem Hotelzimmer zu einem
Streit gekommen sein. Welche Todesursache in Betracht kommt, wird eine
rechtsmedizinische Obduktion im Verlauf des heutigen Tages ergeben.

In dem Zimmer befand sich auch ein sechs Monate altes Kind. Dieses wurde dem
Jugendamt übergeben.

Der Beschuldigte wurde festgenommen, macht jedoch keine Angaben zur Sache. Er
wurde dem Amtsgericht Rendsburg zugeführt. Dieses verhängte einen
Untersuchungshaftbefehl wegen des Verdachts des Totschlags.

Die Ermittlungen zu den Hintergründen dauern an und werden durch das
Kommissariat 1 der Bezirkskriminalinspektion Kiel geführt. An den ersten
Ermittlungen waren neben dem K1 auch das K6 (Kriminaltechnik), die
Kriminalpolizeistelle Rendsburg und Kräfte des Polizeireviers Rendsburg
beteiligt.

Für Rückfragen zum Stand der Ermittlungen steht Oberstaatsanwalt Bieler von der
Staatsanwaltschaft Kiel zur Verfügung.

Ergänzend möchte ich diesen traurigen Vorgang zum Anlass nehmen, einen Blick
hinter die polizeiliche und staatsanwaltschaftliche Kommunikation freizugeben.

Gestern früh war zunächst nicht klar, ob es sich in diesem Fall tatsächlich um
ein Tötungsdelikt handelt. Die Spezialisten der Kriminalpolizei und der
Rechtsmedizin müssen in jedem neuen Fall zunächst prüfen, ob auch andere
Ursachen infrage kommen. Denkbar sind auch Unfall, Suizid oder natürliche
Todesursache.

Während die Spuren gesichert werden, beginnen parallel die Ermittlungen. Wichtig
ist uns auch, dass mögliche Angehörige gefunden, aufgesucht und frühzeitig
informiert werden. Sie sollen nicht über die Öffentlichkeit erfahren, was ihren
Angehörigen widerfahren ist.

In schwerwiegenden Fällen wie diesem erreichen uns sehr frühzeitig Anfragen
verschiedener Medien. Wir bestätigen dann, dass wir einen toten Menschen in
einem Hotelzimmer vorgefunden haben und die Ermittlungen andauern.

Damit wir sicherstellen können, dass alle Anfragenden dieselben Informationen
erhalten, wird ein zentraler Ansprechpartner gefunden - in diesem Fall
Oberstaatsanwalt Axel Bieler aus Kiel.

Da natürlich auch Journalistinnen und Journalisten recherchieren und
Erkenntnisse gewinnen, beginnt eine dynamische Phase, in der immer mehr Details
bekannt werden. Der Sprechende entscheidet dann nach Rücksprache mit allen
polizeilichen und staatsanwaltlichen Akteuren, welche Informationen schon
bestätigt werden können.

Heute, einen Tag nach der Tat, informieren wir über den Stand der Ermittlungen.
Uns ist der bekannte Grundsatz ´Gründlichkeit vor Schnelligkeit` wichtig. Die
Kombination aus mündlicher, aktueller Informationsverbreitung über die Medien
und anschließender schriftlicher, belastbarer Kommunikation ist aus unserer
Sicht in solchen Fällen ein geeigneter Weg, die Bürgerinnen und Bürger
professionell und fundiert zu informieren.

Oliver Pohl

Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Kiel
Stabsstelle/Öffentlichkeitsarbeit
Gartenstraße 7, 24103 Kiel

Tel. +49 (0) 431 160 - 2010 bis 2012
Fax +49 (0) 431 160 - 2019
Mobil 1 +49 (0) 171 290 11 14
Mobil 2 +49 (0) 171 30 38 40 5
E-Mail: Pressestelle.Kiel.PD@polizei.landsh.de

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14626/4520448
OTS: Polizeidirektion Kiel

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