Kreis Dithmarschen: Kriminalität um gut 5 Prozent gefallen

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22. März 2018, 18:23 Uhr

Kreis Dithmarschen (ots) - Die Polizeidirektion Itzehoe hat am
21.03.2018 ihre polizeiliche Kriminalstatistik 2017 bekanntgegeben.
Hier folgt eine kurze Übersicht über die relevanten Daten. Für
ausführliche Informationen ist die polizeiliche Kriminalstatistik
2017 ab sofort als Gesamtdokument unter folgendem Link im Internet
abrufbar. http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/POLIZEI
/DasSindWir/PDen/Itzehoe/itzehoe_indes.html

Die Zahl der bekannt gewordenen Straftaten im Kreis Dithmarschen
liegt im Jahr 2017 etwas unter den Zahlen von 2016. Im letzten Jahr
registrierte die Polizei insgesamt 7262 Straftaten, das sind 5,21
Prozent weniger als im Jahr 2016 und liegt damit unter dem
Landesdurchschnitt von 8,5 Prozent. Die Aufklärungsquote konnte
weiter leicht gesteigert werden und stieg auf 55,5 Prozent. Damit
bewegt sie sich auf einem guten Niveau, leicht über der
Aufklärungsquote im Landesdurchschnitt ( 54,5 Prozent ). Die
Häufigkeitszahl, die die Straftaten pro 100000 Einwohner bestimmt,
liegt im Durchschnitt im Land Schleswig-Holstein bei 6557 Taten. Umso
erfreulicher ist es, dass diese Zahl im Kreis Dithmarschen um 5,7
Prozent gegenüber dem Jahr 2016 gesunken ist und somit mit 5437 (
2016: 5764 ) wieder unter der des Landes liegt. Damit rangiert der
Kreis Dithmarschen bei der regionalen Verteilung der bekannt
gewordenen Straftaten innerhalb Schleswig-Holsteins wieder im unteren
Mittelfeld.

Wie schon im Jahr 2016 macht der Bereich der Diebstahlsdelikte
auch im Jahr 2017 mit 35,8 Prozent den größten Anteil der Straftaten
aus, auch wenn hier ein Rückgang von 257 Taten auf 2741 bekannt
gewordenen Fälle zu verzeichnen war. Positiv ist ein erheblicher
Rückgang bei den Wohnungseinbrüchen. Hier konnte die Zahl um 120
Fälle weiter gesenkt werden und ist um 41,5 Prozent auf 169 Taten
gesunken. Auch in 2017 wurden bestehende Bekämpfungskonzepte
fortgesetzt und zeigen Wirkung, so dass die priorisierte Betrachtung
und Schwerpunktsetzung innerhalb der Polizeidirektion Itzehoe zur
Aufklärung von Tatserien und Festnahmen von Tatverdächtigen führte.
Auch im Jahr 2018 wird das Konzept angepasst und weiter fortgeführt.

Betrachtet man den Bereich der Vermögens- und Fälschungsdelikte,
so kann auch hier im Jahr 2017 ein leichter positiver Trend
festgestellt werden. Trotz Rückgang ist dieses Deliktfeld mit einem
Anteil von 16,6 Prozent auf Platz zwei der häufigsten begangenen
Taten im Kreis Dithmarschen. Die Anzahl der Fälle ist im Vergleich
zum Vorjahr ( 2016: 1236 ) um 28 auf 1208 Taten gesunken. Die Zahl
der aufgeklärten Fälle in 2017 lag mit 868 unter dem Vorjahresniveau
( 2016: 963 ), liegt aber immer noch bei 71,9 Prozent. Den größten
Anteil machen in diesem Bereich weiterhin die Betrugsdelikte aus, die
mit 900 Taten gegenüber dem Vorjahr ( 2016: 929 ) um 29 Fälle
zurückgegangen sind. Hier gelang es 75,1 Prozent der Taten ( 676 )
aufzuklären. Einen Schwerpunkt in diesem Bereich bilden wieder die
Fälle des Waren- und Warenkreditbetrugs mit 416 erfassten Straftaten
( 46,2 Prozent ). Tatmittel war hier in 67,1 Prozent der Fälle, also
bei 279 Taten, das Internet.

Ein Rückgang ist auch bei den Rohheitsdelikten zu verzeichnen.
Hier sanken die Fallzahlen von 1158 im Jahr 2016 auf 1131 im Jahr
2017. Das ist ein Rückgang von 2,3 Prozent. Allerdings nimmt dieses
Kriminalitätsphänomen immer noch 15,6 Prozent der Gesamtfälle ein.
Den überwiegenden Teil der Rohheitsdelikte stellen Körperverletzungen
dar, auch wenn im Vergleich zum Vorjahr hier die Zahl um 38 Fälle auf
847 Taten sank. Die Anzahl der Raubdelikte ( 50 Taten ) liegt etwas
unter dem Niveau vom Vorjahr (55 Fälle ). Bei 24 Fällen handelt es
sich um Straßenraub. Die Aufklärungsquote bei den Rohheitsdelikten
sank um einen halben Prozentpunkt auf 89,1 Prozent.

Hier noch einige Zahlen im Überblick: - Insgesamt 7262 Fälle,
Schwerpunkt Großraum Heide mit 2371 Taten - 4043 Fälle ( 55,5 Prozent
) wurden aufgeklärt - 3024 Tatverdächtige konnten ermittelt werden -
2230 davon männlich ( 73,7 Prozent ) und 794 weiblich ( 26,3 Prozent
) - 38 Prozent der Tatverdächtigen sind bereits vorher polizeilich in
Erscheinung getreten - 16,3 Prozent standen unter Alkoholeinfluss -
7,3 Prozent sind als Konsumenten harter Drogen bekannt - 673 der
Tatverdächtigen waren jünger als 21 - 7 nichtdeutsche Tatverdächtige
wurden bei ausländerrechtlichen Verstößen festgestellt - 8.365.349
EUR Schaden ( ca. 3.320.000 EUR im Bereich Vermögens- und
Fälschungsdelikte )

Statistisch gesehen ist auch im Jahr 2017 im Landesvergleich eine
geringere Gefährdung der Bewohner im Kreis Dithmarschen
festzustellen. Unterproportional als Opfer von Straftaten betroffen
sind die Menschen über 60 Jahre. Gleichwohl setzen Polizei und
Staatsanwaltschaft einen Schwerpunkt auf das Phänomen "Straftaten zum
Nachteil älterer Menschen". Um die Kriminalität weiterhin wirksam
bekämpfen zu können, ist die Polizei auch zukünftig auf Hinweise aus
der Bevölkerung angewiesen. Nicht weniger wichtig ist die Fortsetzung
der bestehenden Zusammenarbeit mit anderen Behörden, Institutionen
und gesellschaftlichen Akteuren.

Hans-Werner Heise




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