Kiel: Polizeibeamte und Rettungssanitäterin von vermutlich unter Drogeneinfluss stehendem 24-Jährigen angegriffen

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05. Juli 2018, 12:23 Uhr

Kiel (ots) - Am Dienstagnachmittag griff ein vermutlich unter dem
Einfluss von Betäubungsmitteln stehender 24-Jähriger zwei
Polizeibeamte und eine Rettungssanitäterin an. Der Mann lief zuvor
mit freiem Oberkörper im Königsweg umher und wies diverse kleinere
Verletzungen auf. Im Verlauf des Einsatzes beleidigte und bespuckte
er die eingesetzten Polizeibeamten und schlug einer
Rettungssanitäterin ins Gesicht. Dem 24-Jährigen wurde eine Blutprobe
entnommen. Ein Amtsarzt des Gesundheitsamtes Kiel ordnete seine
vorrübergehende Unterbringung an.

Gegen 16:45 Uhr traf eine Streifenwagenbesatzung des 2.
Polizeireviers auf einen jungen Mann, der im Königsweg mit freiem
Oberkörper auf und ab lief. Er hatte mehreren kleinere Verletzungen
im Gesicht, an den Händen und auf dem Rücken. Passanten hatten der
Einsatzleitstelle zuvor mitgeteilt, dass mehrere Personen von dem
Mann bereits beleidigt worden waren.

Zunächst reagierte der Mann auf keinerlei Ansprache durch die
Beamten, bei denen sofort der Verdacht aufkam, dass er berauschende
Mittel zu sich genommen haben könnte.

Nachdem er unvermittelt auf die Fahrbahn gelaufen war, ergriffen
ihn die Einsatzkräfte und verbrachten ihn in einen ebenfalls zum
Einsatzort gerufenen Rettungswagen. Dort beruhigte der Mann sich
zunächst und gab darüber Auskunft, dass er unterschiedliche
berauschende Mittel eingenommen hätte.

Noch während der Erstuntersuchung sprang der 24-Jährige plötzlich
auf und schlug einer 26-jährigen Rettungssanitäterin ins Gesicht.
Daraufhin fixierten ihn die Polizeibeamten auf der Trage.
Anschließend wurde der Mann in Begleitung eines Beamten ins
Krankenhaus gebracht. Auf dem Weg dorthin beleidigte der 24-Jährige
den Beamten mehrfach.

Für die Untersuchung durch einen Arzt lösten die Beamten die
Fixierung des 24-Jährigen im Krankenhaus wieder. Dieser nutzte die
Situation aus und griff die Beamten unvermittelt an. Er sprang aus
seinem Bett und trat, schlug und spuckte in deren Richtung. Den
Tritten und Schlägen konnten die Einsatzkräfte ausweichen. Bei den
Spuckattacken wurde ein 33-jähriger Beamter allerdings zweimal im
Gesicht getroffen.

Ein zwischenzeitlich hinzugerufener Amtsarzt des Gesundheitsamtes
Kiel ordnete die vorrübergehende Unterbringung im Krankenhaus und die
Fixierung des 24-Jährigen an. Ein Bereitschaftsrichter vom
Amtsgericht Kiel ordnete auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel die
Entnahme einer Blutprobe an.

Die Rettungssanitäterin konnte auf Grund der erlittenen
Gesichtsverletzung ihren Dienst nicht weiterführen. Die
Polizeibeamten blieben bei dem Einsatz unverletzt.

Matthias Felsch




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