HL-Schleswig : Fahndung nach aus dem Maßregelvollzug Entwichenem erfolgreich

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08. November 2018, 18:43 Uhr

Lübeck (ots) - Am frühen Dienstagabend (06.11.) ist ein 25 Jahre
alter Lübecker, der in der Klinik für forensische Psychiatrie in
Schleswig im Maßregelvollzug untergebracht war, im Rahmen eines von
einem Klinikmitarbeiter begleiteten Ausgangs in Schleswig entwichen.
Heute konnte der Mann in Kiel Gaarden festgenommen werden.

Der Entwichene ist durch Urteil des Landgerichts Lübeck vom
08.12.2017 wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit gefährlicher
Körperverletzung zu 4 Jahren und 6 Monaten Freiheitsstrafe verurteilt
worden. Darüber hinaus ist seine Unterbringung in einer
Entziehungsanstalt angeordnet worden (sog. Maßregel gem. § 64 StGB).

Seit Mai 2018 ist er in der Klinik für forensische Psychiatrie in
Schleswig im Maßregelvollzug untergebracht. Nach Einschätzung der
behandelnden Ärzte ging von dem Entwichenen aktuell keine
unmittelbare Gefahr aus. Im Falle eines fortgesetzten Drogenkonsums
waren Gewaltdelikte aber nicht auszuschließen.

Die Staatsanwaltschaft Lübeck und die Polizei haben umgehend nach
Bekanntwerden der Entweichung umfassende Fahndungsmaßnahmen
eingeleitet und am heutigen Tage zusätzlich Veranlassungen für eine
Öffentlichkeitsfahndung getroffen. Noch bevor diese herausgegeben
werden konnte, stellte sich der Entwichene jedoch in Kiel Gaarden
einem Polizeibeamten, weil er nach eigenen Angaben den Fahndungsdruck
nicht mehr aushielt. Er wurde daraufhin festgenommen und wird noch
heute in die Klinik für forensische Psychiatrie in Schleswig
zurückgebracht.

Für Rückfragen zu dieser Meldung steht Medienvertretern die
Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Lübeck, Frau
Oberstaatsanwältin Dr. Ulla Hingst, am heutigen Abend bis 19:30 Uhr
unter der Rufnummer 0170- 56 50 837 zur Verfügung.

Fragen zu den näheren Umständen der Entweichung sind zu richten an
die Pressestelle der Klinik für forensische Psychiatrie in Schleswig.




Textveröffentlichung durch die Polizeidirektion Lübeck im Auftrag der
Lübecker Staatsanwaltschaft.
Für Rückfragen zu dieser Meldung steht Medienvertretern
ausschließlich die Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Lübeck,
Frau Oberstaatsanwältin Dr. Ulla Hingst, am heutigen Abend bis 19:30
Uhr unter der Rufnummer 0170- 56 50 837 zur Verfügung.

Original-Content von: Polizeidirektion Lübeck, übermittelt durch news aktuell

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