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FW-OD: Autobahn A 1: Schweinetransporter umgestürzt Sechs Stormarner Feuerwehren im Großeinsatz

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Travenbrück (ots) - Was heute Morgen um 08.57 Uhr mit dem Einsatzstichwort "Technische Hilfe Klein" begann, entwickelte sich für sechs Stormarner Feuerwehren zu einem stundenlangen, nervenzerrenden Großeinsatz. Gegen 08.40 Uhr war auf der Autobahn A1 zwischen den Anschlussstellen Stapelfeld und Barsbüttel ein mit 187 Schweinen beladener Viehtransporter von der Fahrbahn abgekommen und umgestürzt. Der 36jährige Fahrer aus Eckernförde war aus Lübeck in Richtung Hamburg unterwegs, als plötzlich der rechte Vorderreifen der Zugmaschine platzte. Dadurch "schaukelte" sich der Auflieger mit den Tieren regelrecht auf, der Sattelzug kam ins Schleudern und geriet auf den Seitenstreifen. Nachdem die Zugmaschine dort einen Baum touchiert hatte, stürzte der Doppelstock-Auflieger um. Der Fahrer blieb unverletzt. Zahlreiche Tiere brachen aus dem Anhänger aus und liefen in Panik über die Fahrbahnen und auf ein angrenzendes Feld. Die Autobahn wurde daraufhin zwischen Stapelfeld und Barsbüttel in Fahrtrichtung Hamburg voll gesperrt. Die Polizei forderte zur Unterstützung und Absicherung des Unfallfahrzeuges die Feuerwehr an. Zunächst rückten die Wehren Stapelfeld und Braak aus; in schneller Folge ließ Einsatzleiter Marcus Claus (Wehrführer Stapelfeld) wegen der unübersichtlichen Lage vor Ort die Barsbüttler Ortswehr Stellau sowie die drei Brunsbeker Ortswehren Kronshorst, Langelohe und Papendorf nachalarmieren. Während aus den Tanks der schwer beschädigten Zugmaschine 700 Liter Dieselkraftstoff abgepumpt wurden, errichteten die Kräfte rund um den umgestürzten Tiertransporter eine Barriere aus Steckleitern, um so ein weiteres Ausbrechen der völlig verstörten Tiere zu verhindern. Außerdem wurde ein provisorisches Gatter aus Absperrgittern gebaut, in dem die Schweine bis zur Umladung auf ein Ersatzfahrzeug untergebracht wurden. Mehrere Tiere hatten sich über einen Acker bis nach Stapelfeld geflüchtet und mussten dort von Feuerwehr-Kräften eingefangen werden. Die Bergungsarbeiten am umgestürzten Auflieger wurden von dem Kreis-Veterinär und einem Tierarzt unterstützt. 17 Tiere waren bei dem Unfall direkt verendet, zehn weitere wurden vor Ort eingeschläfert. Nachdem eine Bergungsfirma den Anhänger mit einem Kran aufgerichtet hatte, begannen die Kräfte mit der Bergung der toten Tiere. Die Kadaver wurden einem Abdecker übergeben. Die 160 Schweine, die das Unglück überlebt hatten, wurden auf einen Ersatz-Transporter umgeladen. Nach sechs Stunden war der Einsatz für die Feuerwehren "abgearbeitet". Die Bergung des LKW dauerte bis in den späten Nachmittag an. Die Feuerwehr war mit 60 Kräften und acht Hilfs- und Löschfahrzeugen vor Ort. Die Polizei hatte neun Streifenwagenbesatzungen im Einsatz. Rückfragen bitte an: Kreisfeuerwehrverband Stormarn Otto Heydasch Telefon: 0177 677 31 78 E-Mail: Otto.Heydasch@kfv-stormarn.org

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erstellt am 13.Mär.2013 | 21:29 Uhr

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