Flensburg: Polizei Flensburg warnt vor Erpressermails

shz.de von
09. November 2018, 15:23 Uhr

Flensburg (ots) - In den vergangenen Tagen sind beim Kommissariat
9 (Cybercrime) der Kriminalpolizei Flensburg vermehrt Anzeigen von
Bürgern erstattet worden, die E-Mails mit erpresserischem Inhalt
erhalten haben.

Den Geschädigten wird vorgehalten, dass sie pornografische
Internetseiten besucht und dabei kompromittierende Handlungen
vorgenommen hätten. Diese seien von der Kamera des Computers/ Laptops
gefilmt worden. Die Kontrolle über Kamera und Mikrofon hätten die
Täter durch einen Trojaner erlangt, der auf dem Computer installiert
worden sei. Teilweise untermauern die Täter ihre vermeintlichen
Informationen, indem sie den Geschädigten Passwörter zukommen lassen,
die sie zuvor zum Beispiel aus Datenlecks, so genannten "leaks",
erlangt haben.

Die Täter setzen ihre Opfer anschließend unter Druck. Eine
Veröffentlichung der Videos könne gegen die Zahlung eines
Geldbetrages verhindert werden. Der Transfer des Geldes soll dann, in
den meisten Fällen, in der Kryptowährung "Bitcoin" erfolgen.

Die Ermittlungen werden in so einem Fall deutlich erschwert, da
die Hintermänner meist im Ausland sitzen und professionell und
konspirativ agieren. Dennoch werden Geschädigte gebeten, sich an ihre
örtliche Polizeidienststelle zu wenden, um Anzeige zu erstatten.

Grundsätzlich rät die Polizei, entsprechende E-Mails zu ignorieren
und auf keinen Fall auf die Forderungen einzugehen. Weiter weist die
Polizei darauf hin, Passwörter regelmäßig zu ändern und nicht das
gleiche Passwort für verschieden Zugänge zu verwenden.




Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Flensburg
Norderhofenden 1
24937 Flensburg
Julian Plath
Telefon: 0461 / 484 2010
E-Mail: pressestelle.flensburg@polizei.landsh.de

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