Feuerwehr und türkische Gemeinde beschließen Kooperation

Vereinbarten eine Kooperation: Murat Baydas, LBM Detlef Radtke,  Dr. Cebel Küçükkaraca und Lagefü Volker Arp (v.lks.). Foto: Bauer / LFV SH
Vereinbarten eine Kooperation: Murat Baydas, LBM Detlef Radtke, Dr. Cebel Küçükkaraca und Lagefü Volker Arp (v.lks.). Foto: Bauer / LFV SH

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02. Februar 2015, 15:13 Uhr

Kiel (ots) -

Der Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein und die Türkische
Gemeinde in Schleswig-Holstein e.V. wollen ihre Zusammenarbeit
intensivieren.

Landesbrandmeister Detlef Radtke und Landesgeschäftsführer Volker
Arp trafen dazu mit dem Landesvorsitzenden der Türkischen Gemeinde in
Schleswig-Holstein (TGS-H), Dr. Cebel Küçükkaraca, und seinem
Projektmitarbeiter Murat Baydaş zu einem Kennlerngespräch
zusammen.

Dass das flächendeckende System der Gefahrenabwehr durch
Feuerwehren in erster Linie durch Freiwilligkeit und
bürgerschaftliches Engagement getragen wird, ist in anderen Kulturen
lange nicht so verbreitet wie in Deutschland. Das gilt speziell für
Länder, in denen die Feuerwehr Teil des Polizei- oder
Militärapparates ist. So auch in der Türkei.

"Ehrenamtliches Engagement wird in unserer beider Organisationen
aber groß geschrieben", sagte Dr. Küçükkaraca, "und doch ist die
Zusammenarbeit noch ausbaufähig. Wir wollen gerne gemeinsam
feststellen, welche Barrieren vorhanden sind und überwunden werden
müssen." Dem stimmte auch Landesbrandmeister Radtke zu: "Viele
Mitbürger mit Migrationshintergrund wissen nicht, welche
vielfältigen, erfüllenden und letztlich auch integrativen
Möglichkeiten die Freiwilligen Feuerwehren bieten. Hier wollen wir
gemeinsam informieren und aufklären."

Schon beim ersten Gespräch stellten die Beteiligten fest, dass die
Gemeinsamkeiten überwiegen. Diese Erkenntnis soll nun intern in
beiden Organisationen weitergetragen werden. Dazu werden in der
nächsten Zeit in verschiedenen Regionen des Landes gemeinsame Treffen
initiiert, um sich gegenseitig kennenzulernen.

Die Türkische Gemeinde in Schleswig-Holstein fordert als
Interessenvertretung, dass in allen gesellschaftlichen und
öffentlichen Einrichtungen das Spiegelbild der Gesellschaft
abgebildet wird. Ziel ist es, dass z.B. in Politik, Vereinen, und
Behörden in gleichen Teilen, wie in der Gesellschaft, die Menschen
aus Einwandererfamilien repräsentiert und engagiert sind, wie auch
bei der Feuerwehr. "Wir sind froh, dass der Landesfeuerwehrverband
Schleswig-Holstein ein Zeichen für Willkommenskultur setzt", teilte
Murat Baydaş mit.




Rückfragen bitte an:

Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein
Holger Bauer
Pressesprecher
Telefon: 0431 / 603 2195
Mobil: 0177 / 2745486
E-Mail: bauer@lfv-sh.de
http://www.lfv-sh.de

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