Elmshorn - Zug kollidiert mit Sofa

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01. Juli 2020, 11:23 Uhr

Elmshorn (ots) - Gestern Abend gegen 20.45 Uhr wurde die Leitstelle der Bundespolizei über einen großen Gegenstand in den Gleisen bei Elmshorn informiert. Der Lokführer einer Nordbahn hatte ein Sofa auf den Gleisen bemerkt und die Bundespolizei alarmiert. In Amtshilfe nahm eine Streife des Polizeireviers Elmshorn den Einsatz wahr und entfernte die Couch aus dem Gefahrenbereich. Es wurden keine Personen angetroffen. Die Bahnstrecke war für 45 Minuten gesperrt; 15 Züge erhielten Verspätungen.

Was besonders dreist war: Offensichtlich haben die Täter die Polizisten beobachtet und hatten die Couch, nachdem die Streife weg war, erneut auf die Gleise geschleppt. Der Triebfahrzeugführer eines herannahenden Zuges, der von Hamburg nach Flensburg unterwegs war, nahm den Gegenstand wahr und leitete sofort eine Schnellbremsung ein.

Es kam zur Kollision; die 134 Reisenden blieben bei der Schnellbremsung glücklicherweise unverletzt. Jeweils eine Streife der Landes- und Bundespolizei fahndeten im Nahbereich nach den Tätern; diese blieb jedoch erfolglos. Die Feuerwehr Elmshorn unterstützte beim Entfernen des Sofas, welches unter dem Zug verteilt war (siehe Bild).

Die Bahnstrecke war von 22.00 bis 23.30 Uhr gesperrt; 21 Züge erhielten Verspätungen bzw. fielen aus.

Die Bundespolizei warnt: Dieses ist kein Dumme-Jungen-Streich! Wer Gegenstände auf die Gleise legt macht sich nicht nur strafbar sondern gefährdet auch Bahnreisende. Schlimmstenfalls kann es zur Entgleisung eines Zuges führen. Auch kann es zu Beschädigungen am Zug kommen. Die dabei entstehenden Kosten können schnell im fünfstelligen Bereich liegen und werden den Verursachern in Rechnung gestellt.

Aus diesem Grunde sucht die Bundespolizei jetzt Zeugen:

Wer hat gestern Abend (30.06.) im Bereich der Eisenbahnbrücke Heidmühlenweg/Adenauerdamm/v.Aspern Straße in Elmshorn im Zeitraum von ca. 20.30 bis 23.00 Uhr Personen gesehen, die möglichweise ein Sofa getragen haben? Sachdienliche Hinweise bitte ich an die Bundespolizei unter der Rufnummer 0461/31 32 0 zu richten.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Flensburg Valentinerallee 2a 24941 Flensburg Pressesprecher Hanspeter Schwartz Telefon: 0461/3132-104 o. Mobil: 0160/8946178 Fax: 0461/ 31 32 - 107 E-Mail: bpoli.flensburg.presse@polizei.bund.de http://www.bundespolizei.de Twitter: @bpol_kueste

Weiteres Material: https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/50066/4639692 OTS: Bundespolizeiinspektion Flensburg

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