Bundespolizei geht gegen Schleuser und Wirtschaftskriminalität vor

shz.de von
13. März 2018, 14:33 Uhr

Stralsund (ots) - Stralsund - Gestern Mittag (12.03.2018)
durchsuchten Einsatzkräfte der Bundespolizei insgesamt vier Wohnungen
mit anliegendem Geschäftsbereich in Stralsund.

Die Bundespolizeiinspektion Stralsund ermittelt bereits seit 2017
im Auftrag der Staatsanwaltschaft Stralsund wegen banden- und
gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern in Verbindung mit
Urkundenfälschung. Im Rahmen der Ermittlungen wurden weitere
Tatverdächtige und bandenmäßige Strukturen in ganz Deutschland
bekannt.

Im Fokus der gestrigen Durchsuchungen standen zwei Schleuser im
Alter von 52 und 65 Jahren, die gefälschte italienische Dokumente an
albanische Staatsangehörige vermittelt haben sollen. Die Geschleusten
gaben sich dann als italienische EU-Bürger aus, um in Deutschland
einer Beschäftigung nachgehen zu können. Zudem wurden die Dokumente
genutzt, um mit falschen Identitäten Betrugshandlungen begehen zu
können. Ermittlungen ergaben, dass die Täter Dokumente nutzten, die
zur behördlichen Vernichtung anstanden und 2010 entwendet wurden.

Im Rahmen der Durchsuchungen wurde umfangreiches Beweismaterial
entdeckt und sichergestellt, u.a. ein totalgefälschter Führerschein,
ein PC und Barmittel in einer fünfstelligen Summe. Die Auswertung der
weiteren Beweismittel dauert an. Eine abschließende Bewertung der
aufgefundenen und sichergestellten Dokumente erfolgt im Rahmen der
weiteren Ermittlungen.

Für die Durchsuchungsmaßnahmen hat die Bundespolizeiinspektion
Stralsund mit Unterstützung der Bundeszollverwaltung und der Mobilen
Kontroll- und Überwachungseinheit der Bundespolizeidirektion Bad
Bramstedt insgesamt 30 Beamte eingesetzt. Auch wurde ein Bargeld- und
ein Rauschstoffspürhund, die durch den Zoll angefordert wurden,
eingesetzt.




Rückfragen bitte an:

Bundespolizeiinspektion Stralsund
Bearbeiterin Öffentlichkeitsarbeit
Uta Bluhm
Telefon: 03831 28432 - 106
Fax: 03831 3068918
E-Mail: uta.bluhm@polizei.bund.de
www.bundespolizei.de
Twitter: @bpol_kueste

Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt nimmt als Bundesbehörde ihre
Aufgaben in Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie in Nord-
und Ostsee und anlassbezogen darüber hinaus wahr.


Dazu sind ihr als operative Dienststellen die
Bundespolizeiinspektionen in Flensburg, Kiel, Rostock, Stralsund und
Pasewalk sowie die Bundespolizeiinspektion Kriminalitätsbekämpfung
Rostock und eine Mobile Kontroll- und Überwachungseinheit
unterstellt. Mit den Bundespolizeiinspektionen See in Neustadt in
Holstein, Warnemünde und Cuxhaven verfügt sie als einzige
Bundespolizeidirektion über eine maritime Einsatzkomponente
"Bundespolizei See", um die Seegrenze in der Nord- und Ostsee
(Schengen-Außengrenze) zu überwachen.


Die Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt beschäftigt insgesamt ca.
2600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, darunter Polizeibeamte,
Verwaltungsbeamte und Tarifbeschäftigte.
Auf Grundlage des Bundespolizeigesetzes und anderer Gesetze nimmt sie
umfangreiche und vielfältige Aufgaben wahr.

Dazu gehören insbesondere:
-
der grenzpolizeiliche Schutz des Bundesgebietes,
- die bahnpolizeilichen Aufgaben
- die grenzpolizeilichen, schifffahrtspolizeilichen und
umweltpolizeilichen Aufgaben in Nord- und Ostsee.

Weitere Informationen zur Bundespolizei und zur
Bundespolizeidirektion Bad Bramstedt erhalten Sie unter
www.bundespolizei.de.

Original-Content von: Bundespolizeiinspektion Stralsund, übermittelt durch news aktuell

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