Brunsbüttel: Großkontrolle des Wasserschutzpolizeireviers Brunsbüttel im Oktober 2019

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08. November 2019, 14:33 Uhr

Brunsbüttel (ots) - Die Wasserschutzpolizei Schleswig -Holstein nahm im Oktober
2019 an der weltweiten Großkontrolle "30 Days at Sea" teil. Das WSPR Brunsbüttel
beteiligte sich mit insgesamt 30 Schiffskontrollen an dieser Aktion.

Ziel dieser von INTERPOL initiierten Kontrollaktion, die von insgesamt 60
Staaten unterstützt wurde, ist der Schutz der Meeresumwelt durch eine
Verbesserung der internationalen Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfolgung.

Das WSPR Brunsbüttel und die dazugehörige WSP-Station Husum setzten bei den
Schiffskontrollen die durch die Wasserschutzpolizeien der Küstenländer und der
europäischen Schifffahrtsbehörde (EMSA European Maritime Safety Agency)
geplanten Schwerpunkte um. Diese betrafen das MARPOL Abkommen (internationale
Umweltregeln für Seeschiffe) und das internationale Ballastwasserübereinkommen.

Insgesamt wurden bei den 30 Kontrollen durch die Beamten des WSPR Brunsbüttel 20
Verstöße festgestellt und 2414,00.-EUR an Sicherheitsleistungen und 515,00.-EUR
Verwarngelder eingezogen. Die häufigsten Verstöße betrafen das im September 2018
in Kraft getretene Ballastwasserübereinkommen und das die Schiffskläranlagen
betreffende MARPOL IV Abkommen. So wurde z.B. auf einem unter der Flagge von
Singapur fahrenden Tanker ermittelt, dass bei der vorherigen Reise unbehandeltes
Schiffsabwasser in das Meer und die Küstengewässer eingeleitet wurde. In diesem
Fall wurde durch das Amtsgericht Itzehoe eine Sicherheitsleistung von 1000.-EUR
angeordnet. In einem anderen Fall wurden auf einem unter der Flagge der
Niederlande fahrendem Frachtschiff Verstöße gegen die Regeln zur Führung des
Ballastwassertagebuches festgestellt, welche zu Sicherheitsleistungen in Höhe
von insgesamt 369,-EUR führten.

Die festgestellten Verstöße belegen die richtige Zielsetzung bei den
Kontrollschwerpunkten und zeigen Nachbesserungsbedarf von Seiten der Schifffahrt
auf. Auffällig sind Probleme bei Betrieb und Wartung der Kläranlagen an Bord von
Schiffen sowie unzureichende Kenntnis über die Regeln zum Einleiten von
Ballastwasser sowie der dazugehörenden Buchführung. Die Aktion "30 Days at Sea"
wird voraussichtlich auch im nächsten Jahr wiederholt. Bei Rückfragen wenden Sie
sich bitte an das zuständige Wasserschutzpolizeirevier in Brunsbüttel unter der
Telefonnummer 04852/90018.

Maike Pickert



Rückfragen bitte an:

Polizeidirektion Itzehoe
Maike Pickert
Stabsstelle/Öffentlichkeitsarbeit
Große Paaschburg 66, 25524 Itzehoe
Telefon: +49 (0) 4821 602 - 2022
Mobil: +49 (0) 171 290 11 07
E-Mail: pressestelle.itzehoe@polizei.landsh.de

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