Brunsbüttel: Gewässerverunreinigung

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08. März 2018, 13:13 Uhr

Brunsbüttel (ots) - Am Mittwochnachmittag ist bei einem
Bunkervorgang auf der Außenelbe-Reede über die Bordwand eines
Schiffes eine unbekannte Menge Gasöl ins Gewässer geraten. Weil sich
die Verschmutzung aufgrund der Strömungsverhältnisse recht schnell
auflöste, war sie nicht bekämpfungsfähig.

Gegen 14:40 Uhr wurde der Wasserschutzpolizei-Leitstelle Cuxhaven
eine Gewässerverunreinigung im Bereich der Außenelbe-Reede
mitgeteilt. Aufgrund des Ausmaßes der Verunreinigung übernahm das
Havariekommando die Gesamteinsatzleitung. Das Polizeiboot "Helgoland"
suchte den Bereich auf. Die Besatzung ermittelte, dass es beim
seewärtigen Bunkervorgang des zypriotischen Motorschiffes "Panagia
Stenion" durch das Bunkerboot "Sikinos" zu einem sogenannten Overflow
gekommen war. Eine nicht geringe Menge Gasöl trat während des
Bunkervorganges aus und geriet zunächst auf das Deck. Von dort
gelangte das Gasöl über die Bordwand ins Gewässer und verursachte im
Bereich der Reede eine Verschmutzung mit einem Ausmaß von etwa 30 x
3.000 Metern. Bereits während der polizeilichen Ermittlungen löste
sich die Versehrnutzung aufgrund der Strömungsverhältnisse und der
Beschaffenheit des Gasöls langsam auf. Das zwischenzeitlich
eingetroffene Mehrzweckschiff "Mellum" und ein Ölüberwachungsflieger
konnten ebenfalls nur noch eine stark zerrissene, in Schlieren
treibende Verunreinigung feststellen, so dass diese als nicht
bekämpfungsfähig eingestuft wurde. ln Absprache mit der
Staatsanwaltschaft Flensburg wurden von dem verantwortlichen Kapitän
und dem Leiter der Maschinenanlage Sicherheitsleistungen eingezogen
und Strafverfahren gegen beide Verantwortlichen eingeleitet.

Merle Neufeld




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