BDK: Tarifrunde TV-L 2019 - Kripogewerkschaft fordert kostenfreies Jobticket für alle 3,3 Millionen Beschäftigte und 5,4 %ige Einkommenssteigerung

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19. November 2018, 16:23 Uhr

Berlin (ots) - Am 21. Januar 2019 starten die Tarifverhandlungen
der Länder. Der Bund Deutscher Kriminalbeamter formuliert bereits
jetzt seine Forderungen an die Vertreter Arbeitgeberseite, die sog.
Tarifgemeinschaft der Länder (TdL).

"Angesicht drohender Dieselfahrverbote und als bislang einmaliger
Beitrag zum Umweltschutz folgen wir dem beispielgebenden
Verhandlungsergebnis aus Hessen und fordern für die ca. 3,3 Millionen
Beschäftigen, davon ca. 1 Million Tarifbeschäftigte, der Länder ein
kostenfreies Jobticket.", erläutert die stellvertretende
Bundesvorsitzende Alexandra Blochum.

Die Finanzierung des kommenden Tarifabschlusses kann nicht an
leeren Kassen scheitern. Die Haushalte der Länder weisen im ersten
Halbjahr 2018 einen Überschuss von 17,1 Milliarden Euro auf. Die
Einnahmen steigen bis zum Jahresende weiter. Alle öffentlichen
Haushalte haben eine Rekordeinnahme von 715,4 Milliarden Euro
eingenommen. Dabei erzielen vor allem die Länder deutliche
Überschüsse.

"Die Tarifbeschäftigten der Länder müssen dringend die in der
Vergangenheit verpassten Lohnangleichungen nachholen. Im Vergleich
zum TVöD hinkt der TV-L mit 2,4 % weniger Einkommen hinterher. Die
Inflationsrate liegt deutlich über 2 %, sodass unsere Forderung nach
einer 5,4%igen Lohnsteigerung tatsächlich nur einem einprozentigen
Zuwachs gleichkommt.", erläutert die Tarifpolitische Sprecherin des
BDK, Katrin Ruhmann. Sie ergänzt: "Um es deutlich zu sagen: Diese
Zahl muss hinten rauskommen. Wir alle wissen, dass die Forderungen
von ver.di & Co. sowieso nur den Regeln der Basarmethode folgen und
in die pauschale 6 %-Forderung schon Abschläge eingepreist wurden,
die dann wie immer den `harten` und langwierigen Verhandlungen zum
Opfer fallen. Das ist reine Augenwischerei."

Seit Jahren wird der stufengleiche Aufstieg gefordert. Die
Tarifbeschäftigten beim Bund und in Hessen haben ihn bereits, in den
Ländern ist er längst überfällig. Bei einer Höhergruppierung wird ein
Landesbeschäftigter einer Stufe seiner neuen Entgeltgruppe
zugeordnet, die seinem alten Gehalt entspricht. Unter gewissen
Voraussetzungen reduziert sich sein Einkommen sogar. Wir fordern:
Höhergruppierungen müssen sich für Jeden sofort auszahlen!

Im Anschluss an die Tarifverhandlungen ist es eine politische
Pflicht, das lineare Tarifergebnis zeitnah und inhaltsgleich auf
unsere Beamtinnen und Beamten zu übertragen.




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Telefon: +49 700 235 10000
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