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Film-Festival in Lübeck : Nordische Filmtage 2017 mit fast 200 Filmen und Fulldome-Kino

vom

194 Spiel-, Dokumentar- und Kinderfilme aus Skandinavien und den baltischen Staaten werden bis zum 5. November in Lübeck gezeigt.

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erstellt am 11.Okt.2017 | 14:01 Uhr

Lübeck | Mit dem schwedischen Film „Träum weiter“ werden am 1. November in Lübeck die 59. Nordischen Filmtage eröffnet. Das Spielfilmdebüt der Regisseurin Rojda Sekersöz stehe stellvertretend für viele Produktionen im Wettbewerbsprogramm, die junge Protagonistinnen in den Mittelpunkt der Handlung stellten, sagte die Künstlerische Leiterin der Filmtage, Linde Fröhlich, am Mittwoch. Bis zum 5. November werden in Lübeck 194 Spiel-, Dokumentar- und Kinderfilme aus Skandinavien und den baltischen Staaten gezeigt.

Um den NDR-Filmpreis, den mit 12.500 Euro dotierten Hauptpreis des Festivals, konkurrieren 18 Spielfilme, mehr als die Hälfte davon sind Debütstreifen. Die insgesamt acht Auszeichnungen der Filmtage werden in der Filmpreisnacht am 4. November vergeben.

Die Nordischen Filmtage gelten als bedeutendste Werkschau des nord- und nordosteuropäischen Films in Europa. Zur 59. Auflage erwarten die Veranstalter mehr als 30.000 Besucher.

Fester Bestandteil der Nordischen Filmtage ist die Retrospektive, die sich in diesem Jahr mit dem Schicksal von Einwanderern vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart beschäftigt. Das Serien-Special zeigt Fernsehserien aus Schweden und  Dänemark. Auch ein mobiles Fulldome-Kino mit 360-Grad-Filmen wird es wieder geben. Als Weltneuheit würden dort in diesem Jahr auch interaktive Streifen gezeigt, die in der Kuppel-Leinwand des Fulldome-Kinos gespiegelt werden, teilten die Veranstalter mit. Das Format sei eigens für die Nordischen Filmtage entwickelt worden.

Eine Auswahl der auf dem Festival gezeigten Filme:

 

Träum’ weiter

Die Deutschlandpremiere der schwedischen Produktion „Träum’ weiter“ (Dröm vidare/Beyond Dreams), dem Spielfilmdebüt der jungen Regisseurin Rojda Sekersöz, eröffnet das Festival. Der Film steht stellvertretend für viele Produktionen im Wettbewerbsprogramm, die junge Protagonisten in den Mittelpunkt der Handlung stellen und ihre Lebenswelten in großer Themenvielfalt abbilden.

Miami

In vielen der Filme sind es junge Frauen, die in vielfältigen Hauptrollen zu sehen sind. Wie in „Miami“ von Zaida Bergroth aus Finnland, in dem zwei ungleiche Schwestern durchs Land reisen. Die Regisseurin und beide Darstellerinnen stellen ihren Film in Lübeck vor.

Thelma

Auch in „Thelma“ ist es in Joachim Triers gleichnamigem Film eine junge Frau, die gerade ihr Studium begonnen hat und deren Liebe übernatürliche Kräfte freisetzt.

Darling

„Darling“ aus Dänemark zeigt das Schicksal einer jungen Balletttänzerin, die aufgrund einer Krankheit ihre Karriere beenden muss. Regie: Birgitte Stærmose, mit Danica Curcic, Gustaf Skarsgård und Ulrich Thomsen.

Das Ende der Kette

In „Das Ende der Kette“(Keti lopp / The End of the Chain) aus Estland, hofft die Protagonistin auf einen Neuanfang, inszeniert hat Priit Pääsuke. 

Die Ex-Frau

Beziehungsgeschichten behandeln zahlreiche Spielfilme auf vielschichtigen Ebenen. Wie auch in „Die Ex-Frau“ (Ex-frun) der schwedischen Regisseurin Katja Wik, in dem drei Frauen an ganz unterschiedlichen Punkten ihrer Beziehung stehen.

Eine fürchterliche Frau

In „Eine fürchterliche Frau“ (En frygtelig kvinde/A Horrible Woman) ist die Protagonistin ganz damit beschäftigt, zerstörerische Kräfte zu entwickeln. Hier hat der Däne Christian Tafdrup Regie geführt.

Was werden die Leute sagen

In „Was werden die Leute sagen“ (Hva vil folk si / What Will People Say) von Iram Haq aus Norwegen, die in Lübeck 2013 mit dem NDR Filmpreis ausgezeichnet wurde, muss sich die junge Hauptfigur mit ihren Eltern auseinandersetzen, die sie gegen ihren Willen zu Verwandten nach Pakistan schicken. Eine deutsche Ko-Produktion von Rohfilm Factory, deutscher Verleih ist Pandora Film.

Das Entschwinden

 „Das Entschwinden“, eine niederländisch-norwegische Ko-Produktion von Boudewijn Koole, zeigt den Versuch einer jungen Frau, sich mit ihrer Mutter und dem Leben auszusöhnen.

Die Raben

In „Die Raben“ (nach dem gleichnamigen Roman von Tomas Bannerhed) steht der 15-jährige Klas in Konflikt mit seinem Vater (Regie: Jens Assur, Schweden), der ihn unbedingt als Hoferben einsetzen möchte. Er hingegen möchte lieber heute als morgen fort gehen.

Ein Augenblick im Schilf

In „Ein Augenblick im Schilf“ (A Moment in The Reeds), eine Inszenierung von Mikko Makela (Finnland), ist der junge Leevi wegen seines strengen Vaters ins Ausland gegangen, kehrt allerdings zurück und erlebt die Liebe zu einem jungen Immigranten.

Sternsinger

In die 1970er Jahre führt der Film „Sternsinger“ (Kaiken se kestää / Star Boys) von Regisseur Visa Koiso-Kanttila, in dem sich zwei Jugendliche mit den sexuellen Befreiungsversuchen ihrer Eltern auseinander setzen müssen.

Tagebuch eines Gangsters

Der Kleinganove Metin aus der schwedischen Vorstadt gerät in Schwierigkeiten, als sein „Tagebuch eines Gangsters“ (Måste gitt / A Hustler's Diary, Regie: Ivica Zubak) einem Verleger in die Hände fällt. Regisseur und Hauptdarsteller präsentieren ihren Film in der Hansestadt.

3 Dinge

Dem versierten Bankräuber Mikael werden Kriminelle Aktivitäten unterstellt. Fortan muss er mit der Polizei zusammenarbeiten, die im gleichnamigen Film „3 Dinge“ von ihm fordert. Für Drehbuch und Inszenierung verantwortlich sind Jens Dahl aus Dänemark, die Hauptrollen sind mit Nikolaj Coster Waldau („Game of Thrones“) und Birgitte Hjort Sørensen („Borgen – Gefährliche Seilschaften“) prominent besetzt.

Unter dem Baum

Welche fatalen Folgen ein bizarrer Nachbarschaftsstreit haben kann, zeigt schwarzhumorig „Unter dem Baum“ (Undir trénu / Under the Tree) des Isländers Hafsteinn Gunnar Sigurdsson. Ko-produziert hat den Film die deutsche One-Two-Films.

Qeda – Der geteilte Mensch

Eine Vision der Zukunft präsentiert „Qeda – Der geteilte Mensch“ (QEDA - Man Divided), der die Zerstörung des Ökosystems im Jahr 2095 vor Augen führt. Der dänische Regisseur des Films, Max Kestner, ist ebenfalls im diesjährigen Dokumentarfilmprogramm vertreten, mit „Amateurs in Space“.

Kartenvorverkauf

Der Start des Kartenvorverkaufs für die 59. Nordischen Filmtage Lübeck in 2017 im CineStar Filmpalast Stadthalle beginnt am Samstag, 28. Oktober, um 15 Uhr. Reservierte Karten müssen bis spätestens 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn am Veranstaltungstag an den Kinokassen im CineStar abgeholt werden. Online sind die Karten erhältlich unter www.filmtage.luebeck.de und www.cinestar.de. Online-Tickets sind nur zum Normalpreis ohne Ermäßigung erhältlich. Der Onlinepreis enthält zusätzlich zehn Prozent Vorverkaufsgebühr.

Preisliste Einzelkarte:

für Vorstellungen mit Beginn zwischen 18 und 22 Uhr

9,50 Euro (7,50 Euro ermäßigt)

für alle Vorstellungen mit Beginn vor 18 Uhr und ab 22 Uhr

7,50 Euro (6 Euro ermäßigt)

für das Kinder- und Jugendfilmprogramm

3 Euro für Kinder- und Jugendliche
7,50 Euro (6 Euro ermäßigt) für erwachsene Begleitpersonen

Stummfilmkonzerte

12 Euro (8 Euro ermäßigt)

Fulldome Kino: 360-Grad-Filme

6 Euro (4 Euro ermäßigt)

Ermäßigungskarte (Fan Card) für Mitglieder des Freundeskreises der NFL(gültig für alle Kinovorführungen)

90 Euro

Ermäßigung erhalten Studierende, Auszubildende, Schüler/-innen, Kinder- und Jugendliche bis zu 18 Jahren, Bundesfreiwilligendienstleistende, Inhaber/-innen des Lübeck-Passes. Bei der Abnahme von fünf Einzelkarten für unterschiedliche Vorstellungen wird ein Rabatt von 0,50 Euro pro Karte gewährt. Dies gilt nur an den Kassen, der Rabatt gilt nicht für im Internet gekaufte Karten.

Kassenöffnungszeiten 2017:

CineStar Filmpalast Stadthalle
Die Zeiten werden noch bekannt gegeben.

CineStar Filmpalast Stadthalle, 
Tel.: +49 451/7030102
Mühlenbrücke 11, 23552 Lübeck

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