Kriminalität : Zerstückelt und einbetoniert: Mordprozess beginnt

Eine Statue der Göttin Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. S. Puchner/Archiv
Eine Statue der Göttin Justitia mit einer Waage in ihrer Hand. S. Puchner/Archiv

Ein knappes halbes Jahr nach dem Fund einer zerstückelten Leiche in Dammfleth im Kreis Steinburg muss sich ein Liebespaar vor Gericht verantworten. Der Prozess beginnt am 22. August vor dem Landgericht Itzehoe. Die Staatsanwaltschaft wirft der ehemaligen Lebensgefährtin des Toten und ihrem neuen Partner gemeinschaftlichen Mord vor. Sie sollen Ende April 2017 den damaligen Partner der Frau heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen umgebracht haben. Die Leiche sollen sie nach Angaben der Staatsanwaltschaft zerstückelt und einbetoniert haben. Motiv der Bluttat seien Beziehungsstreitigkeiten gewesen sein. Laut Anklage hatten sie ihr ahnungsloses Opfer überrascht. Die 37-Jährige und ihr 47 Jahre alter Freund schwiegen bislang zu den Vorwürfen.

shz.de von
14. August 2019, 12:11 Uhr

Nach Medienberichten hatten der Ermordete mit seiner Lebensgefährtin und zwei Töchtern Ende 2015 einen Reiterhof in Dammfleth im Kreis Steinburg bezogen. Anfang 2017 zog ein zweiter, heute 47 Jahre alter Mann in das Haus. Am 21. April 2017 verschwand der 41-Jährige. Acht Tage später meldete seine damals 36-jährige Lebensgefährtin ihn als vermisst. Danach lebten sie und der 47-Jährige gemeinsam in dem Haus.

Anfang 2019 gab es nach Angaben der Polizei erste Hinweise auf ein Tötungsdelikt. Eine Mordkommission nahm die Ermittlungen auf und fand am 5. März die Leichenteile auf dem Grundstück.

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