Tiere : Wieder Landesgeld für die Kastration von Katzen

Für die Kastration freilebender Katzen gibt es auch in diesem Jahr in Schleswig-Holstein wieder finanzielle Hilfe. Dafür steht ein Fonds zur Verfügung, den die Tierärztekammer verwaltet. Das Umweltministerium stellt 90 000 Euro bereit, wie es am Dienstag in Kiel mitteilte. Der Tierschutzbund gibt 10 000 Euro dazu. Die teilnehmenden Gemeinden übernehmen 50 Prozent der Kosten für die bei ihnen vorgenommenen Kastrationen. Der Tierarzt ist durch Honorarverzicht von 25 Euro je Fall beteiligt.

shz.de von
12. Februar 2019, 17:15 Uhr

Der Überbringer einer eingefangenen Katz muss schriftlich bestätigen, dass es sich um ein freilebendes Tier handelt. Nach der Kastration muss die Katze wieder dort ausgesetzt werden, wo sie gefangen wurde. Die Aktion ist von diesem Donnerstag bis zum 15. März geplant. Wenn die Mittel ausgeschöpft sind, wird die Aktion vorzeitig beendet.

Freilebende Katzen finden oft nicht ausreichend Futter und leiden unter Krankheiten. Von einer nicht kastrierten Katze und deren Jungen kann es innerhalb eines Jahres bis zu 35 Nachkommen geben. Dem Ministerium zufolge steigt die Zahl freilebender Katzen stetig.

Von Herbst 2014 bis Herbst 2018 wurden in Schleswig-Holstein im Rahmen des Projektes gegen Katzenelend in sechs Aktionen insgesamt14 262 Katzen kastriert. Gut 60 Prozent davon waren weibliche Tiere.

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