Gesundheit : Weniger Blutspenden in Hamburg und Schleswig-Holstein

Blutkonserven liegen auf einem Stapel. /Archiv
Blutkonserven liegen auf einem Stapel. /Archiv

In Norddeutschland spenden immer weniger Menschen Blut. Im Jahr 2018 sind beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Hamburg und Schleswig-Holstein zusammen rund 121 000 Blutkonserven abgegeben worden - das sind laut eigenen Angaben etwa 2000 weniger als im Vorjahr. Ein Grund für den Rückgang sei die alternde Gesellschaft, teilte DRK-Sprecherin Susanne von Rabenau mit. Jedes Jahr schieden bundesweit rund 100 000 Spender aufgrund ihres Alters aus. Wer das 73. Lebensjahr erreicht hat, darf beim DRK kein Blut mehr spenden.

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19. Januar 2019, 09:53 Uhr

Darüber hinaus setzten viele Kliniken in den vergangenen Jahren verstärkt auf das sogenannte Patient Blood Management, erklärte von Rabenau. Das Konzept beruht auf der Stärkung der körpereigenen Blutreserven und - wenn möglich - dem Verzicht auf Spenderblut. Diese Entwicklung wirke sich auch auf den DRK-Blutspendedienst im Norden aus, denn man entnehme lediglich so viel Blut, wie von Kliniken und ambulanten Versorgungszentren angefordert werde.

Trotzdem setze man auf den Nachwuchs, betonte die Sprecherin: «Ziel muss es dennoch bleiben, für die langfristige, künftige Sicherung der Blutversorgung in den kommenden Jahren Spender jüngeren und mittleren Alters zu gewinnen.» Blut spenden darf jeder gesunde Mensch, der mindestens 18 Jahre alt ist und nicht weniger als 50 Kilogramm wiegt.

Die sechs bundesweit tätigen DRK-Blutspendedienste decken laut eigener Aussage rund 75 Prozent des Bedarfs an Blutpräparaten ab. Die restlichen 25 Prozent verteilen sich demnach auf private und staatlich-kommunale Dienste.

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