Luftverkehr : Warnstreik an Hamburger Flughafen: Mehrere Flüge gestrichen

Ein Button der Flugbegleitergewerkschaft UFO. /dpa/Archivbild
Ein Button der Flugbegleitergewerkschaft UFO. /dpa/Archivbild

Am Hamburger Flughafen sind am Sonntag wegen des Warnstreiks der Kabinengewerkschaft Ufo mehrere Flüge ausgefallen. Bis zum späten Nachmittag waren einer Flughafensprecherin zufolge 18 Abflüge und 18 Ankünfte der Fluggesellschaft Eurowings gestrichen worden, darunter Flüge nach Neapel, Salzburg und Köln/Bonn.

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20. Oktober 2019, 17:11 Uhr

Am Flughafen selbst sei es sehr ruhig gewesen. «Da die Fluggesellschaften ihre Gäste gut über SMS und E-Mail oder ihre App informieren, kamen nicht viele Gäste ohne Informationen an den Flughafen.» Die Sprecherin ging zudem davon aus, dass sich der Flugplan bis Montagmorgen wieder weitgehend reguliert haben dürfte.

Die Kabinengewerkschaft Ufo hatte am frühen Morgen den Warnstreik der Flugbegleiter der Lufthansa-Töchter Eurowings, Germanwings, Lufthansa Cityline und Sunexpress an mehreren deutschen Flughäfen von ursprünglich 5.00 bis 11.00 Uhr bis um Mitternacht verlängert. Hinter dem Arbeitskampf steht ein tiefes Zerwürfnis zwischen Ufo und dem Lufthansa-Konzern. Das Unternehmen erkennt den Ufo-Vorstand nach erheblichen Führungsquerelen nicht mehr als vertretungsberechtigt an und will der Gewerkschaft gerichtlich die Tariffähigkeit absprechen lassen. Der langjährige Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies wurde sogar aus dem Lufthansa-Dienst entlassen. Die Ufo-Streiks bewertet Lufthansa in dieser Logik als rechtswidrig und hat Teilnehmern mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen gedroht.

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