Kriminalität : Untersuchung im LKA Hannover soll Knochen-Herkunft klären

Ein Blaulicht der Polizei. /Archiv
Ein Blaulicht der Polizei. /Archiv

Die in einem Wald bei Lüneburg gefundenen Knochen werden im Landeskriminalamt in Hannover genetisch untersucht. Dadurch solle geklärt werden, ob es sich um die sterblichen Überreste der seit 1999 vermissten Monika Crantz aus Ratzeburg in Schleswig-Holstein handelt, sagte ein Sprecher der Polizeiinspektion Lüneburg am Freitag. Mit einem Ergebnis sei frühestens in zwei Wochen zu rechnen, sagte er.

shz.de von
12. Oktober 2018, 13:21 Uhr

Die damals 49 Jahre alte Geschäftsfrau war im Januar 1999 aus ihrem Haus verschwunden. Ihre Leiche wurde nie gefunden. Ihr Ehemann Hartmut Crantz wurde in einem Indizienprozess wegen Mordes aus Habgier zu lebenslanger Haft verurteilt. Nachdem das Urteil 2003 in einem Revisionsprozess bestätigt wurde, nahm er sich in seiner Zelle das Leben.

Der Wald, in dem die Knochen gefunden wurden, war bereits 1999 einmal von der Polizei durchsucht worden. Die Entfernung zwischen Ratzeburg und dem Waldstück entsprach genau der Kilometerzahl, die Hartmut Crantz am Tag des Verschwindens seiner Frau mit einem Mietwagen zurückgelegt hatte.

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