Umwelt : Umweltminister: Grünes Band Europa soll Welterbe werden

Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, auf einer Pressekonferenz. /dpa
Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, auf einer Pressekonferenz. /dpa

Die Umweltminister wollen das ehemalige Sperrgebiet an der innerdeutschen Grenze zum Weltnatur- und Weltkulturerbe erklären lassen. Thüringen habe das sogenannte Grüne Band bereits als Nationales Naturmonument deklariert, jetzt sollten die anderen Länder der Initiative aus Erfurt folgen, sagte der Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Jochen Flasbarth, am Freitag in Hamburg. Der Bund werde sich an den Kosten mit 50 Millionen Euro beteiligen.

Avatar_shz von
15. November 2019, 15:56 Uhr

Nach Ansicht der Umweltministerkonferenz ist die Landschaft an der ehemaligen Ost-West-Grenze ein global bedeutsames Biotopnetzwerk. «Darüber hinaus ist das Grüne Band Europa eine lebendige Erinnerungslandschaft, die die jüngere europäische Geschichte, die Natur und auch die Kultur auf einzigartige Weise verbindet», heißt es in dem Beschluss der Minister. Die Bundesregierung soll darum prüfen, ob das Gebiet entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs als gemischtes Unesco-Weltkultur- und Weltnaturerbe nominiert werden könne.

Thüringen hat das Grüne Band am früheren Todesstreifen, der Ost- und Westdeutschland bis 1989 trennte, im vergangenen Jahr zum Nationalen Naturmonument erklärt. In Thüringen verläuft mit 763 Kilometern mehr als die Hälfte des insgesamt rund 1400 Kilometer langen ehemaligen innerdeutschen Grenzstreifens. Inzwischen hat auch Sachsen-Anhalts Landtag beschlossen, das Grüne Band als Naturmonument zu klassifizieren.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen