Landtag : Umweltminister Albrecht fordert weniger Plastiknutzung

Jan Philipp Albrecht (Bündnis90/Die Grünen), schleswig-holsteinischer Minister für Umwelt. /Archivbild
Jan Philipp Albrecht (Bündnis90/Die Grünen), schleswig-holsteinischer Minister für Umwelt. /Archivbild

Das Thema Plastikabfälle steht weiter auf der Agenda des Landtags in Schleswig-Holstein. «Nur wenn die Produktion und der Verbrauch von Plastik deutlich reduziert wird, werden wir die Vermüllung der Meere, in Afrika und vieler Länder in Südostasien verhindern können», sagte Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) am Donnerstag im Plenum. Die beschlossene Verschärfung der Basler Konvention zur Entsorgung und dem Export von Kunststoffabfällen bezeichnete er als Erfolg.

shz.de von
16. Mai 2019, 12:31 Uhr

Die Landesregierung dränge beim Umgang mit Plastikmüll im Bund auf Veränderungen. «100 000 Tonnen Plastikmüll aus Deutschland gingen letztes Jahr allein nach Malaysia», sagte Albrecht. Eine bessere Kontrolle der Exporte sei nötig. Erhöhen müsse sich die Recyclingquote.

Auf die Tagesordnung gesetzt hatte die SPD das Thema. «Deutschland, das Mutterland der Mülltrennung, produziert so viel Plastikmüll wie kein anderes Land in Europa», sagte der SPD-Umweltpolitiker Stefan Weber. Nur ein Teil werde recycelt. Der große Rest verschmutze die Weltmeere oder werde ins Ausland exportiert.

Einen Antrag der SPD, der von der CDU-geführten Landesregierung eine Bundesratsinitiative gegen den Export von Plastikmüll fordert, soll nun im Ausschuss beraten werden. Dieser schieße über das Ziel hinaus, sagte der CDU-Umweltpolitiker Heiner Rickers. In bestimmten Fällen sei der Export von Plastikmüll sinnvoll. Ein generelles Verbot lehne er ab.

Am 12. Mai hatten sich in Genf 187 Staaten darauf geeinigt, dass künftig nur noch sortierter, gereinigter und wiederverwertbarer Plastikmüll gehandelt werden darf. Für den Export anderer Plastikabfälle wird künftig weltweit eine Zustimmung der Behörden der Export- und der Importstaaten erforderlich sein.

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