Energie : Tschentscher: Fernwärme-Kauf nicht um jeden Preis

Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister von Hamburg.
Peter Tschentscher (SPD), Erster Bürgermeister von Hamburg.

Mit einem Bekenntnis zu weitgehend stabilen Preisen hat sich Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) in die Debatte um die Zukunft der Fernwärme in Hamburg eingeschaltet. Die Verbraucherpreise für Fernwärme sollten auch nach dem angestrebten Kauf des Fernwärme-Netzes durch die Stadt Hamburg nicht stärker steigen als die Preise für andere Heizungssysteme, sagte Tschentscher bei der Vorstellung des Haushaltsentwurfs des Senats am Mittwoch in Hamburg. Der Senat wolle eine ökologischere Energieversorgung der Stadt und meine seine Ziele zur CO2-Reduzierung sehr ernst - «aber nicht um jeden Preis». Er werde sehr darauf achten, dass die Mieter, die oft jeden Euro umdrehen müssten, nicht übermäßig belastet würden.

shz.de von
13. Juni 2018, 13:48 Uhr

Gegenwärtig ringen die vom grünen Senator Jens Kerstan geführte Umweltbehörde, die Finanzbehörde und der Energiekonzern Vattenfall um das Zukunftskonzept für die Fernwärme-Versorgung. Das Kraftwerk Wedel muss bis 2022 vom Netz gehen und noch steht nicht fest, wie die Versorgung des Hamburger Westens mit Fernwärme gesichert werden soll. Hamburg hat für den Rückkauf des Fernwärme-Netzes einen Mindestpreis von 950 Millionen vereinbart, doch ist das Netz derzeit nach Gutachten nur noch 645 Millionen Euro wert. Die Stadt könne, dürfe und wolle nicht zu einem überhöhten Preis kaufen, sagte Tschentscher. Vattenfall will das Kraftwerk Moorburg in die Fernwärme-Versorgung einbeziehen, was wiederum die Grünen auf keinen Fall zulassen wollen. Die Gespräche zwischen den Beteiligten laufen, sagte Tschentscher.

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