Prozesse : Tod von Baby Mohamed: Staatsanwaltschaft soll plädieren

Zwei angeklagte Eltern sitzen im Strafjustizgebäude. /dpa/Archivbild
Zwei angeklagte Eltern sitzen im Strafjustizgebäude. /dpa/Archivbild

Im Prozess um den Tod des Babys Mohameds soll heute (14.00 Uhr) die Staatsanwaltschaft ihr Plädoyer am Landgericht Hamburg halten. Die Anklage wirft den Eltern Totschlag durch Unterlassen vor. Das zweieinhalb Monate alte Baby war bei seinem Tod am 13. November 2017 bis auf die Knochen abgemagert und wog nur noch 2823 Gramm - weniger als bei seiner Geburt. Beim Prozessauftakt am 30. September war die Öffentlichkeit nach Verlesung der Anklageschrift ausgeschlossen worden.

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19. November 2019, 03:30 Uhr

Der 34 Jahre alte Vater ist Marokkaner, die in Kasachstan geborene Mutter hat die deutsche Staatsangehörigkeit. Das Paar hat bereits sechs Kinder. Die 33 Jahre alte Mutter soll das Kind regelmäßig gestillt haben. Doch entweder habe die Menge der Milch nicht ausgereicht oder sie habe nicht genug Kalorien enthalten, ist die Staatsanwaltschaft überzeugt. Der Junge erkrankte an einer Dickdarmentzündung, litt unter Durchfall. Schließlich starb das Kind an Kreislaufversagen.

Zunächst hatte das Verfahren vor dem Amtsgericht begonnen, weil die Anklage auf fahrlässige Tötung durch Unterlassen lautete. Der dann erhobene Vorwurf des Totschlags durch Unterlassen kann sehr viel härter bestraft werden und muss darum vor einer Strafkammer des Landgerichts verhandelt werden.

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