Justiz : Terrorhelfer Motassadeq: Behörden bereiten Abschiebung vor

Ein Wachturm der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel in Hamburg. /Archiv
Ein Wachturm der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel in Hamburg. /Archiv

Die deutschen Behörden bemühen sich weiter mit Hochdruck darum, den 9/11-Terrorhelfer Mounir el Motassadeq nach seiner Haftentlassung sofort in sein Heimatland Marokko zu bringen. «Wir sind bestrebt, ihn abzuschieben», sagte ein Sprecher des Hamburger Einwohnerzentralamts am Donnerstag. Zu einem Bericht der «Bild»-Zeitung, nach dem die Abschiebung an fehlender Kooperation Marokkos zu platzen drohe, wollten sich weder die Ausländer- noch Hamburger Innen- oder Justizbehörde äußern.

shz.de von
11. Oktober 2018, 15:10 Uhr

Der wegen Beihilfe zu den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zu 15 Jahren Haft verurteilte Marokkaner sitzt in der Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel. Der 44-Jährige soll ab kommendem Montag (15. Oktober) entlassen und sofort abgeschoben werden, wie der Hamburger Senat im August auf eine Kleine Anfrage der CDU-Bürgerschaftsfraktion mitgeteilt hatte. Den genauen Zeitpunkt wollen die Behörden nicht öffentlich machen, um die Aktion nicht zu gefährden.

Motassadeqs reguläre Haftzeit würde im November enden, an welchem Tag genau, wollen die Behörden ebenfalls nicht sagen. Sollte die Abschiebung bis dahin nicht klappen, würde Motassadeq vermutlich freikommen. Abschiebehaft könne ein Richter nur anordnen, wenn sich ein Ausländer der Abschiebung zu entziehen versuche. Das könne man einem gerade entlassenen Gefangenen aber nicht unterstellen, hieß es.

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