Soziales : Supermärkte sollen zu Spenden verpflichtet werden

In den Regalen eines Supermarkts liegen Obst und Gemüse. /zb/dpa
In den Regalen eines Supermarkts liegen Obst und Gemüse. /zb/dpa

Die Bundesländer Bremen, Hamburg und Thüringen wollen den Lebensmittelhandel dazu verpflichten, nicht mehr zum Verkauf vorgesehene Produkte an gemeinnützige Organisationen zu spenden. Das sieht ein gemeinsamer Antrag der drei Länder für die Bundesratssitzung an diesem Freitag vor. Das Thema habe für Bremen eine besondere Bedeutung, hieß aus der Senatskanzlei. Die Initiatoren wollen Betriebe ab einer bestimmten Größe in die Pflicht nehmen.

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11. Oktober 2019, 05:30 Uhr

Marketing-Entscheidungen der Händler und Konsumerwartungen der Kunden an Frische und Optik führten dazu, dass auch einwandfreie und noch verzehrfähige Produkte im Abfall landeten, argumentieren die Antragsteller. Dabei zeigten Erfahrungen in anderen Ländern wie Frankreich, dass es mit verpflichtenden Regelungen möglich sei, die Lebensmittelverschwendung deutlich zu begrenzen.

Hamburgs Verbraucherschutzsenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (SPD) hatte im August daran erinnert, dass Deutschland sich im Rahmen der UN verpflichtet habe, die Lebensmittelverschwendung bei Einzelhandel und Verbrauchern bis 2030 zu halbieren. In Frankreich, Belgien, Italien und Tschechien gebe es bereits Gesetze dieser Art.

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