Religion : Schleswig-Holstein gibt jüdischen Verbänden mehr Geld

Die schleswig-holsteinische Kulturministerin Karin Prien (CDU) ist frisch aus dem Urlaub zurückgekehrt. / Archiv
Die schleswig-holsteinische Kulturministerin Karin Prien (CDU) ist frisch aus dem Urlaub zurückgekehrt. / Archiv

Das Land Schleswig-Holstein stockt seine Mittel für die beiden jüdischen Landesverbände deutlich auf. Der jährliche Zuschuss für die religiösen und kulturellen Angelegenheiten steige um 300 000 auf 800 000 Euro, teilte Kulturministerin Karin Prien (CDU) am Dienstag mit. Von 2019 an gebe es eine jährliche Dynamisierung. «Ich freue mich sehr, dass es durch einen neuen Vertrag mit den beiden jüdischen Landesverbänden eine erhebliche Verbesserung der Situation des jüdischen Lebens in Schleswig-Holstein geben wird», sagte Prien nach Ministeriumsangaben im Kabinett.

shz.de von
22. Mai 2018, 17:36 Uhr

«Wir wollen ein starkes Zeichen für ein lebendiges jüdisches Leben in Schleswig-Holstein setzen», äußerte die Ministerin. Bald könnten auch hier dringend benötigte Rabbinerstellen und eine professionelle Jugendarbeit ermöglicht werden. Bisher habe alles im Ehrenamt erledigt werden müssen. Die Förderung der jüdischen Gemeinden sei auch jenseits des Finanziellen sowohl vor dem Hintergrund der aktuellen Situation der Juden in Deutschland als auch angesichts der historischen Verantwortung für den Holocaust eine herausragende politische Aufgabe.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert