Parteien : Rumoren in Nord-CDU wegen Personaldebatte in Berlin

Hans-Jörn Arp (CDU), Parlamentarischr Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, lächelt. /dpa/Archivbild
Hans-Jörn Arp (CDU), Parlamentarischr Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, lächelt. /dpa/Archivbild

Die Nord-CDU vermisst inhaltliche Führung der Bundespartei. Der Parlamentarische Geschäftsführer Arp kritisiert vor allem Parteichefin Kramp-Karrenbauer.

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20. November 2019, 07:03 Uhr

Vor dem Bundesparteitag der CDU in Leipzig gibt es Kritik an den laufenden Personaldebatten der Partei und mangelnder inhaltlicher Führung aus Schleswig-Holstein. «Der Großteil ist unzufrieden», sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der CDU-Landtagsfraktion, Hans-Jörn Arp, der Deutschen Presse-Agentur. Er vermisst vor allem eigene Themen, die von der Union auf Bundesebene besetzt werden. «Es ist nicht in Ordnung, dass wir keine Positionen mehr haben.» Der Bundesparteitag findet am Donnerstag und Freitag in Leipzig statt.

Auch das bisherige Wirken der vor einem Jahr in Hamburg zur CDU-Vorsitzenden gewählten Annegret Kramp-Karrenbauer sehen Teile der Nord-CDU kritisch. «Ich kenne nicht viele, die von ihrem Führungsstil begeistert sind», sagt Arp. Deutlich äußerte er sich zu einer möglichen Kanzlerkandidatin Kramp-Karrenbauer: «Ich glaube, das war sie nicht und das wird sie auch nicht.»

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) hatte Kramp-Karrenbauer dagegen am vergangenen Wochenende auf einem Landesparteitag in Neumünster in Schutz genommen. Zwar sei nicht alles Gold, was in deren erstem Jahr an der Spitze glänze, sagte der Regierungschef. Führung sei jedoch eine gemeinsame Aufgabe. Ohne deren Konkurrenten wie den frühen Unions-Bundestagsfraktionschef Friedrich Merz zu nennen kritisierte er jene, die an der Seitenlinie stünden und schauten, «ob die Vorturner einigermaßen performen und wenn das nicht so richtig klappt, dann wird der Daumen am Ende gesenkt».

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