Verkehr : Nordfriesland bekommt einen «Rufbus» für bessere Anbindung

Ein sogenannter «Rufbus». /Archivbild
Ein sogenannter «Rufbus». /Archivbild

Der Rufbus heißt Rufbus, weil man ihn rufen muss, damit er kommt. In Nordfriesland soll er die Anbindung kleiner Gemeinden an größere Orte verbessern.

shz.de von
29. Juli 2019, 02:42 Uhr

Nordfrieslands Landrat Dieter Harrsen will heute die Eckpunkte eines neuen öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) für den Kreis vorstellen. Das Konzept soll ab dem 1. August im gesamten Festlandsbereich im Kreis umgesetzt werden und zahlreiche Neuerungen mit sich bringen. Dazu gehört unter anderem die Einführung des sogenannten Rufbusses.

Der Rufbus ist ein kleiner Bus mit acht Sitzplätzen. Er fährt an sieben Tagen in der Woche von morgens bis ungefähr 19 Uhr. Im Gegensatz zum Linienbus hat der Rufbus keine festen Routen. Er fährt nur zu den Haltestellen, für die Fahrgäste sich angemeldet haben. Der Rufbus verbindet in einem rund zweistündigen Takt kleine Gemeinden mit dem nächstgelegenen größeren Ort. Dazu wurden im Kreis flächendeckend 18 Rufbusgebiete eingerichtet, die jeweils «ihren» Rufbus bekommen.

Die Rufbus-Haltestellen und Fahrpläne gibt es im Internet. Der Fahrgast muss spätestens 90 Minuten vor der angegebenen Zeit die Rufbuszentrale anrufen, um das Fahrzeug zu seiner Wunschhaltestelle zu bestellen. Da die Rufbus-Fahrpläne mit den übrigen Fahrplänen des ÖPNV abgestimmt sind, können Fahrgäste bequem in die Bahn oder den Regionalbus umsteigen. Das Ticket für einen Erwachsenen wird 2,35 Euro kosten.

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