Tiere : Neue Kastrierungsaktion für Katzen

Herrenlose Katzen können wieder mit finanzieller Hilfe des Landes kastriert werden. Die neue Aktion startet am 19. Oktober, wie das Umweltministerium am Donnerstag in Kiel mitteilte. Voraussetzung für die Teilnahme sei, dass die Katzen in einer der teilnehmenden Gemeinden gefangen worden seien. Wer ein Tier zur Kastration bringe, müsse einen Vordruck unterschreiben, dass es sich um eine freilebende Katze handele. Die Kosten werden dann den Angaben zufolge voll übernommen.

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12. September 2019, 12:08 Uhr

25 Euro durch Honorarverzicht des Tierarzts, die Restkosten von 59 Euro beziehungsweise 115 Euro - je nachdem, ob es sich um einen Kater oder eine weibliche Katze handelt - werden über einen Fonds finanziert. Die Katzen müssen nach der Kastration wieder an der Fundstelle ausgesetzt werden. Die Aktion läuft bis zum 17. November. Sollte das Geld früher ausgeschöpft sein, endet sie vorzeitig.

Die Kastrationskosten werden über den von der Tierärztekammer verwalteten Fonds abgerechnet. In dem Projekt arbeiten Tierschutzverbände, Tierärzte, Kommunen, Landesjagdverband und das Land zusammen. Es hat dafür 90 000 Euro bereitgestellt, der Tierschutzbund gibt 10 000 Euro dazu. Die beteiligten Gemeinden übernehmen 50 Prozent der auf ihrem Gebiet entstehenden Kosten.

Von Herbst 2014 bis Frühjahr 2019 wurden in Schleswig-Holstein im Rahmen des Projekts gegen Katzenelend rund 15 000 Katzen kastriert. Freilebende Katzen finden oft nicht ausreichend Futter und leiden unter Krankheiten. Von einer nicht kastrierten Katze und deren Jungen kann es innerhalb eines Jahres bis zu 35 Nachkommen geben.

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