Feste : Nabu misst beim Hafengeburtstag keine kritischen Luftwerte

Ein Großsegler nimmt an der Auslaufparade des 830. Hamburger Hafengeburtstags teil. /Archivbild
Ein Großsegler nimmt an der Auslaufparade des 830. Hamburger Hafengeburtstags teil. /Archivbild

Der Naturschutzbund (Nabu) hat mit seinem selbst installierten Meßnetz während des Hamburger Hafengeburtstags keine überhöhten Schadstoffwerte in der Luft gemessen. Das bedeute jedoch nicht, dass es keine Schadstoffbelastung gegeben habe, teilte der Nabu am Donnerstag in Hamburg mit. Vielmehr habe der Wind gedreht, so dass die erhöhte Belastung sich womöglich südlich der Elbe niedergeschlagen habe - dort, wo keine Messgeräte stehen. Diese Unsicherheit unterstreiche jedoch nur, wie wichtig es sei, dass die Stadt mehr offizielle Messstellen auf beiden Seiten der Norderelbe einrichte, sagte Malte Siegert vom Naturschutzbund.

shz.de von
16. Mai 2019, 14:08 Uhr

Der Nabu hatte Anfang April ein eigenes Messnetz für die Luftqualität am Hafenrand in Betrieb genommen, um die Lücken des städtischen Messnetzes im Bereich der Norderelbe zu schließen und die Umwelt- und Gesundheitsgefährdung durch Schiffe und Hafen besser einschätzen zu können. Acht Sensoren entlang der Elbe zwischen der Hafen-City und Teufelsbrück messen die Belastung der Luft mit sieben verschiedenen Schadstoffen, darunter Feinstaub und Stickoxid. Das Projekt soll mindestens ein Jahr laufen.

Allgemein werde der Grenzwert für Stickoxid im Messgebiet nur punktuell überschritten, hieß es weiter. Die Gegend rund um den Hafen sei aber generell stärker belastet als der Rest der Stadt. Daher müssten den Reedereien mehr Vorgaben gemacht werden, wie sie an Bord die Schadstoffe reduzieren könnten, forderte der Naturschutzbund.

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