Justiz : Mutmaßlicher Millionenverlust bei Verband: Ermittlungen

Wegen eines mutmaßlichen Millionenverlustes beim kommunalen Versorgungsverband (VM-V) Mecklenburg-Vorpommern ermittelt die Staatsanwaltschaft Kiel. Die Ermittlungen liefen seit rund einem Monat, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft NDR 1 Radio MV. Wie hoch ein möglicher Schaden sei, würden die Untersuchungen zeigen. Nach Informationen des Senders sind rund fünf Millionen Euro aus dem Verbands-Vermögen auf andere Konten überwiesen worden.

shz.de von
26. April 2018, 16:57 Uhr

Die Versorgungsausgleichskasse der Kommunalverbände in Schleswig-Holstein (VAK) übernimmt im Auftrag die Vermögens-Geschäfte des Schwesterverbandes in Mecklenburg-Vorpommern. Laut Pressemitteilung war bei einer regelmäßigen internen Überprüfung eine Unstimmigkeit aufgefallen. Wie der Sender berichtet, ist ein Beamter aus dem VAK-Bereich Finanzdienstleistungen in Kiel tatverdächtig. Der Mann hat sich demnach offenbar nach Ägypten abgesetzt.

Die Gewerkschaft Komba und der Beamtenbund forderten am Donnerstag eine schnelle Aufklärung. Die kommunalen Beamten des Landes speisten den Versorgungsfonds seit Jahren mit monatlich 0,2 Prozent ihrer Besoldung, sagte der Landesvorsitzender der Komba Gewerkschaft für den Kommunal- und Landesdienst, Gerald Krause. Der dbb-Landesvorsitzende Dietmar Knecht forderte «effektive Schutzmechanismen, damit sich so etwas nicht wiederholen kann».

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