Medizin : Medizinischer Dienst bestätigt mehr Behandlungsfehler

Ärzte operieren in einem Op-Saal. /Archivbild
Ärzte operieren in einem Op-Saal. /Archivbild

Gutachter des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung Nord haben für Schleswig-Holstein und Hamburg im vergangenen Jahr 235 Behandlungsfehler bestätigt. Das seien rund 26 Prozent aller stichhaltigen Vorwürfe gewesen, teilte der MDK am Donnerstag mit. Damit bestätigten die Gutachter mehr Verdachtsfälle als 2017 (168 Fälle/20,7 Prozent). Auf beide Länder aufgeschlüsselte Zahlen gab es vom MDK nicht.

shz.de von
16. Mai 2019, 11:08 Uhr

Die Gutachter prüfen zuerst, ob ein angezeigter Verdacht auch aus medizinischer Sicht stichhaltig ist, bevor ein Fall ausführlich begutachtet wird. So filterten die Gutachter 2018 aus 3676 Verdachtsfällen 904 stichhaltige Vorwürfe zur genauen Begutachtung heraus. 2017 waren es 812.

Die meisten der im vorigen Jahr bestätigten Behandlungsfehler entfielen 2018 laut MDK mit 21 Prozent auf die Unfallchirurgie und orthopädische Operationen. Es folgten mit Anteilen zwischen 9,4 und 7,2 Prozent Behandlungsfehler in der Pflege, in der Frauen- und Zahnheilkunde sowie in der Neurochirurgie.

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